Am 1. Mai 2019 von Dr. Katie Grzyb, DVM, auf Richtigkeit überprüft
Egal, ob Sie unter Rückenschmerzen, steifen Schultern oder Stress leiden – eine Massage entspannt und löst Verspannungen. Wussten Sie, dass auch Hunde davon profitieren? In der Veterinärmedizin wird Hundemassagetherapie als ergänzende Behandlung bei Arthritis oder Verletzungen eingesetzt.
Die Vorteile der Hundemassagetherapie für Ihr Haustier
„Massage wirkt Wunder bei Hunden“, betont Becky Brandenburg, B.A. Ed., ESMT, CMT, zertifizierte Tiermassagetherapeutin und Inhaberin von Brandenburg Massage Therapy in Ohio. „Eine Ganzkörpermassage hält Muskeln beweglich und formt sie – Berührungen wirken heilend.“
Neben körperlichen Effekten stärkt die Massage die Bindung zu Ihrem Hund.
„Massieren nützt nicht nur dem Tier, sondern auch Ihnen“, erklärt Dr. Rachel Barrack, Tierärztin in New York City und Gründerin von Animal Acupuncture. „Studien zeigen: Streicheln senkt Herzfrequenz und Blutdruck. Bei Berührung setzt Ihr Körper Oxytocin frei, das Bindungsgefühle fördert.“
Wichtiges Wissen zur Hundemassagetherapie
Von Welpen bis Senioren eignen sich alle Hunde für Massagen, sagt Dr. Barrack.
Professionelle Therapie erfordert jedoch Fachwissen: Strategischer Druck manipuliert Weichteile sicher.
„Arbeiten Sie mit Schulung in Anatomie und Druckdosierung“, rät Brandenburg. Lassen Sie Ihren Hund vorher vom Tierarzt untersuchen und holen Sie eine Empfehlung für zertifizierte Therapeuten ein.
4 einfache Massagetechniken zum Selbermachen zu Hause
Tiefgehende Massagen überlassen Sie Profis. Diese sanften Techniken können Sie sicher ausprobieren.
Rückenstreichen
Brandenburg empfiehlt dies, um Hunde an Berührungen zu gewöhnen – ideal beim Fernsehen.
Starten Sie am Hinterkopf, streichen Sie sanft neben der Wirbelsäule auf und ab. Vermeiden Sie den Knochen.
Diese Technik beruhigt und eignet sich gegen Angst, besonders bei Rettungshunden. „Berührung heilt und baut Vertrauen auf“, sagt Brandenburg.
Stirnreiben
Für Kopfmassagen: „Beruhigungspunkte liegen am Kopf“, erklärt Dr. Barrack.
Beginnen Sie an der Nasenspitze (Akupressurpunkt für Ruhe), führen Sie den Daumen sanft über den Kopf vor und zurück.
Oberschenkel- und Gesäßmassage
Viele Klienten Brandenburgs sind ältere Hunde mit Mobilitätsproblemen. „Hunde altern wie wir – Massagen erleichtern es.“
Bei Arthritis: Unter tierärztlicher Aufsicht. Zu Hause sanft komprimieren: Daumen in Oberschenkel/Gesäß drücken, „C“-Form nach hinten formen, im Uhrzeigersinn kreisen. Auch am Nackenansatz – Hunde lieben es.
Ohrmassage
Die meisten Hunde genießen sie. Mit Technik therapeutisch: Daumen innen, Zeigefinger außen am Ohransatz. Sanft zum Ohrende streichen und ziehen.
Tipps für gelungene Massagen: Ruhe und Beobachtung
Bleiben Sie entspannt – Hunde spüren Energie. Nutzen Sie tiefe, beruhigende Stimme, sagt Brandenburg.
Beobachten Sie Körpersprache: Genuss zeigt sich in Dehnen, Anlehnen oder Einschlafen. Unwohlsein: Starren, Fliehen, Knurren – dann pausieren.
Mit Übung kommunizieren Hände. „Vertrauen wächst – faszinierend!“, schwärmt Brandenburg.
Von: John Plichter