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5 häufige Katzenkrankheiten, die durch optimale Ernährung beeinflusst werden – Expertenwissen

Als Tierarztpraxis mit jahrelanger Erfahrung wissen wir: Eine hochwertige, ausgewogene Ernährung ist essenziell für die Gesundheit Ihrer Katze. Doch wussten Sie, dass bestimmte Krankheiten direkt von der Futterzusammensetzung abhängen? Hier stellen wir fünf gängige Erkrankungen vor und geben praxisnahe Tipps zur Vorbeugung.

1. Fettleibigkeit

Fettleibigkeit ist ein weit verbreitetes Problem bei Katzen – in den USA sind über 50 % betroffen. Betroffene Tiere haben ein erhöhtes Risiko für Arthritis, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs.

Achten Sie auf Kalorien- und Fettgehalt im Futter. Ein Übermaß fördert Übergewicht, während kalorienarme Diäten helfen, es zu reduzieren. Lassen Sie das Idealgewicht Ihrer Katze von Ihrem Tierarzt bestimmen oder nutzen Sie den Gesundheits-Gewicht-Rechner von petMD.

2. Pankreatitis

Bei Pankreatitis entzündet sich die Bauchspeicheldrüse, wodurch Verdauungsenzyme freigesetzt werden und Organe schädigen. „Bei Katzen steht Nahrungsfett im Verdacht, Pankreatitis auszulösen, indem es die Ausschüttung von Hormonen stimuliert“, erklärt Jennifer Coates, DVM. Prüfen Sie mit Ihrem Tierarzt den Fettgehalt. Bei bestehender Erkrankung eignen sich fettarme, leicht verdauliche Futtermittel.

3. Erkrankung der unteren Harnwege bei Katzen (FLUTD)

FLUTD umfasst Symptome wie Urinieren außerhalb der Toilette, Schmerzen beim Wasserlassen oder blutigen Urin. Risikofaktoren sind Stress, Bewegungsmangel, Übergewicht und Ernährung. Erhöhte Flüssigkeitsaufnahme durch Nassfutter schützt vorbeugend. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über passende Strategien.

4. Herzkrankheit

Wie beim Menschen können Katzen herzkrank werden, besonders bei unausgewogener Ernährung. Hoher Natriumgehalt führt zu Bluthochdruck: „Erhöhtes Natrium in der Nahrung verursacht Wassereinlagerungen und belastet das Herz“, warnt Ken Tudor, DVM.

Vermeiden Sie Essensreste und natriumreiches Futter. Eine salzarme Diät kann Wunder wirken – lassen Sie sich beraten.

5. Durchfall

Durchfall bei Katzen unterscheidet sich: Dünndarmdurchfall erzeugt große Mengen weichen Stuhls, Dickdarmdurchfall kleine, häufige Mengen. „Bei Dickdarmproblemen hilft ballaststoffreiches Futter mit löslichen und unlöslichen Fasern“, rät Dr. Coates. Für Dünndarmdurchfall: mildes, fettarmes Futter.

Klären Sie mit Ihrem Tierarzt die Rolle von Fett, Ballaststoffen, Kalzium und Phosphor – speziell abgestimmt auf Alter und Lebensstil Ihrer Katze.

Association for Pet Adipositas Prevention

Kachalkina Veronika / über Shutterstock