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5 ungewöhnliche Essgewohnheiten von Katzen – Erklärt von Tierärztinnen

Von Kate Hughes

Essen ist für uns Menschen ein Ritual – sei es ein herzhaftes Frühstück bei Sonnenaufgang oder ein romantisches Dinner bei Kerzenlicht. Doch Katzen haben ganz eigene, oft rätselhafte Vorlieben beim Fressen. Als erfahrene Katzenbesitzerin und mit Einblicken von Expertinnen wie Dr. Sarah Gorman vom Boston Animal Hospital und Dr. Ryane E. Englar von der Kansas State University enthüllen wir, was hinter diesen Verhaltensweisen steckt. Es ist eine Mischung aus Instinkten und Erziehung, die jede Katze einzigartig macht.

Dr. Gorman betont: „Katzenverhalten beim Fressen basiert auf angeborenen und gelernten Mustern – nicht nur auf natürlichen Vorlieben, sondern auch darauf, wie die Katze auf Fütterungszeiten konditioniert wurde.“ Dr. Englar ergänzt: „Persönliche Geschmäcker variieren wie bei uns Menschen. Manche Katzen schwören nur auf Huhn, Garnelen oder Makrele.“

Was ist normales Katzenfressverhalten?

Um Ungewöhnliches zu erkennen, muss man das Normale kennen, sagt Dr. Gorman. „Wilde Katzen sind Solitäre und Einzelgänger. Sie teilen Futter selten, nur mit Jungen oder Artgenossen, und bevorzugen es allein. Als obligate Karnivoren brauchen sie ausschließlich Fleisch zum Überleben.“

In der Natur fressen sie Beute frisch und warm – bei Körpertemperatur. „Katzen sind wie Goldlöckchen: Nicht zu heiß, nicht zu kalt“, erklärt Gorman. Englar hebt die Rolle der frühen Exposition hervor: „Kätzchen lernen von der Mutter. Setzen Sie sie als Jungtiere verschiedenen Futtern aus – Nass, Trocken, halbfeucht –, um Pickigkeit zu vermeiden. Sonst starrt Ihre adulte Katze das neue Futter an wie Pappe.“

Häufige ungewöhnliche Essgewohnheiten bei Katzen

Trotz natürlicher Instinkte zeigen Katzen oft skurrile Verhaltensweisen. Manche schlingen, andere spielen, wieder andere naschen heimlich.

Gierig fressen (Gorging)

Schlingen kann durch Fütterungsweise entstehen. „Füttern Sie nur 1–2 große Mahlzeiten mit warmem Nassfutter? Oder gibt es Konkurrenz durch andere Tiere?“, fragt Gorman. Das löst Stress aus – die Katze frisst hastig, bevor andere zugreifen.

Tipp der Expertin: Nutzen Sie Futterautomaten für kleine Portionen mehrmals täglich oder Beschäftigungsnäpfe, die Jagd imitieren und das Tempo verlangsamen.

Mit Futter spielen

Wenn Ihre Katze Kroketten durch die Wohnung jagt, weckt sie Instinkte. „Wilde Katzen jagen bis zu 12 Stunden täglich. Spielen mit Futter hält sie aktiv und fit“, freut sich Englar. Es ist positiv!

Nur allein essen

Katzen lieben Einsamkeit beim Fressen. Manche brauchen totale Ruhe. „Sie sind Raubtiere, aber nicht an der Spitze der Kette – immer wachsam vor größeren Jägern“, sagt Englar. Lärm wie eine laufende Spülmaschine kann sie verunsichern und zum Streichen bringen.

Trophäen hinterlassen

Auslaufkatzen deponieren tote Mäuse oder Vögel. „Nicht als Lehre, sondern Instinkt: Satt jagen sie weiter und lagern Beute für später“, klärt Englar. „Wie ‚Halt das für mich, ich komm später.‘“

Gar nicht essen

Plötzlicher Appetitverlust? Prüfen Sie Futterwechsel oder Stress, rät Englar. „Katzen brauchen Routine für Sicherheit. Änderungen stressen Unsichere.“ Bei Mittelalterskatzen besonders alarmierend.

Keine Ursache erkennbar? Sofort zum Tierarzt! „Katzen entwickeln rasend schnell eine Fettleber, wenn sie Tage nicht essen. Zeit ist kritisch“, warnt sie. Auch Umweltstress kann zu schweren Erkrankungen führen.