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Rotluchsfieber bei Katzen: Symptome, tödliche Gefahren und Schutzstrategien von Tierarzt-Experten

Von Kerri Fivecoat-Campbell

Debbie Bunce Page brachte ihre 3-jährige Katze Bobbie Socks regelmäßig zum Tierarzt und behandelte sie mit verschreibungspflichtigen topischen Floh- und Zeckenmitteln. Nach vollständigen Untersuchungen machte sie sich keine Sorgen um Katzenkrankheiten. Sie fürchtete nur wilde Raubtiere in der Nähe ihres ländlichen Zuhauses in Montreal, Missouri.

Am 28. Juni 2018 traf Page die schmerzhafte Entscheidung, Bobbie Socks einzuschläfern. Bluttests bestätigten eine Infektion mit Rotluchsfieber – einer durch Zecken übertragenen Krankheit, die für Hauskatzen besonders tödlich ist.

„Im besten Fall gibt es eine etwas bessere Prognose bei früher Erkennung“, erklärt Dr. Jennifer Leffel, Tierärztin am Lake of the Ozarks Animal Hospital in Linn Creek, Missouri, wo Bobbie Socks behandelt wurde. „Meist sehen wir die Katzen erst in fortgeschrittenen Stadien.“

Was ist Rotluchsfieber?

Die durch Zecken übertragene Krankheit Cytauxzoon felis wird als Rotluchsfieber bezeichnet, da Rotluchse die Hauptwirte sind, sagt Dr. Leah Cohn, Tierärztin und führende Expertin für Rotluchsfieber am University of Missouri College of Veterinary Medicine in Columbia, Missouri.

„Rotluchse erleben meist eine milde Form“, betont Dr. Cohn. „Einige erkranken schwer oder sterben, doch die meisten erholen sich und bleiben Träger.“

Dieser Blutparasit – kein Bakterium oder Virus – wird hauptsächlich durch Lone-Star-Zecken übertragen, ergänzt Dr. Cohn. „Die amerikanische Hundezecke spielt eine untergeordnete Rolle.“

Symptome von Rotluchsfieber bei Hauskatzen

Bobbie Socks zeigte alle typischen Anzeichen. Die outdoor-affine Katze kam zwei Tage vor dem Tierarztbesuch erschöpft nach Hause und schlief den ganzen Tag.

Am nächsten Tag trank sie kaum, hatte blasses Zahnfleisch, fraß nicht und fieberte. Beim Tierarzt lag Leberversagen vor. „Die Blutprobe war so stark befallen, dass ich sie als Lehrmaterial aufbewahrte“, berichtet Dr. Leffel.

Die Krankheit tötet schnell: Symptome treten erst nach 12 Tagen nach dem Zeckenstich auf, doch innerhalb von 2–3 Tagen verschlechtert sich der Zustand dramatisch, erklärt Dr. Cohn.

Behandlung von Rotluchsfieber

Bei früher Diagnose verbessert ein Protokoll mit Antibiotika, Antiprotozoenmitteln, Intensivpflege (2+ Wochen), Infusionen die Überlebensrate von über 90 % auf 50–60 %.

Die Therapie ist jedoch belastend und teuer – viele Besitzer verzichten darauf. „Die Katzen werden extrem krank, selbst bei Überleben“, warnt Dr. Cohn. „Tierärzte sollten ehrlich beraten, damit Besitzer die beste Entscheidung treffen.“

Dr. Ashley Allen vom College of Veterinary Medicine der University of Florida rettete 2010 die Katze Frankie trotz Spätstadium (Fieber bis 106 °F). „Die Besitzer wollten kämpfen – und Frankie lebt heute noch.“

Regionale Unterschiede in Stämmen oder Katzen-Resistenz könnten Überlebensraten beeinflussen, meint Dr. Cohn. Die Krankheit tritt in 23 US-Bundesstaaten auf, vor allem im Südosten, kürzlich auch in North Dakota und Pennsylvania. Saisonal Frühlings-/Herbst-Höchststände, aktiv März–September.

Forschung zu einem Impfstoff stockt derzeit, bedauert Dr. Cohn.

Kann Rotluchsfieber verhindert werden?

Michael Murray aus Eureka Springs, Arkansas, verlor seine Maine-Coon-Mischung Maggalene trotz Floh-/Zeckenschutz. Die reine Indoor-Katze wagte sich hinaus, fieberte auf 106 °F und starb trotz Behandlung.

„Bei manchen Mitteln müssen Zecken beißen, um zu sterben – genug für eine Infektion“, warnt Dr. Cohn. Die einzige sichere Prävention: Katzen rein drinnen halten.

Für Outdoor-Katzen: Seresto 8-Monats-Halsbänder (töten per Kontakt) zeigen in Studien Wirksamkeit. Topische Mittel wie Frontline Plus für Katzen sind ebenfalls empfehlenswert, rät Dr. Allen – besonders bei Halsband-Risiken.

Garten mit Floh-/Zeckensprays behandeln kann helfen.