Das Niesen, Pfeifen, die verstopfte Nase und juckenden Augen – Symptome, die selbst den besten Tag verderben, besonders wenn Sie Katzen lieben. Doch bald könnten Sie Allergien umgehen, ohne auf Ihre pelzige Begleiterin zu verzichten.
Sie haben richtig gelesen: Wissenschaftliche Fortschritte versprechen Linderung der Katzenallergiesymptome. Atmen ohne rote Augen könnte für Allergiker Normalität werden – ohne Spritzen oder Desensibilisierung.
Diese innovativen Therapien werden nicht Ihnen, sondern Ihrer Katze verabreicht. Ziel: Die Auslösung entzündlicher Reaktionen minimieren. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über diese neuen Ansätze.
Bin ich allergisch gegen Katzenhaare?
Um die Wirkungsweise zu verstehen, kurz zu Katzenallergien: Weltweit leiden 1 von 5 Menschen unter Symptomen in Katzennähe – sogar bei Kontakt mit Katzenbesitzern. Ursache ist nicht das Fell.
Kurzhaarige Katzen lösen dieselben Reaktionen aus wie Perser. Verantwortlich ist das Protein Fel d 1 im Speichel und den Talgdrüsen (die das Fell wasserdicht halten und die Haut schützen).
Beim Putzen übertragen Katzen Fel d 1 auf Haare, die es in die Luft tragen und Ihre Entzündungsreaktion triggern.
Aktuelle Studien zur Bekämpfung von Katzenallergien
Erstmals bietet die Wissenschaft Hoffnung jenseits von HEPA-Filtern, Inhalatoren oder Medikamenten. Zwei Studien greifen das Allergen an der Wurzel an.
HypoPet AG-Impfstoffstudie
Schweizer Forscher von HypoPet AG entwickeln HypoCat, einen Impfstoff, der Fel d 1 bindet und neutralisiert. Geimpfte Katzen zeigten in Studien niedrigere Fel-d-1-Spiegel im Blut.
Allergiker berichteten subjektiv von weniger Symptomen bei geimpften Tieren. HypoPet treibt Zulassungsstudien voran – Markteinführung in USA und Europa geplant, ursprünglich 2022. Auch ein HypoDog-Impfstoff ist in Arbeit.
Katzenallergen-Diätstudie des Purina Institute
Purina Pro Plan LiveClear setzt auf Futter: Ein Eiprodukt neutralisiert Fel d 1 im Speichel. Bei 86 % der Katzen sank der Ausgangswert um mindestens 30 %.
Der Ansatz ähnelt dem Impfstoff, ohne menschliche Reaktionen zu testen – vielversprechend für die Zukunft.
Ausblick für Katzenbesitzer mit Allergie
Viele meistern Allergien, um ihre Katzen zu behalten – manche müssen Tiere abgeben. Diese Studien bieten echten Hoffnungsschimmer.
Die Forschung verbessert sich kontinuierlich. Das Allergen direkt bekämpfen statt Symptome lindern – genial einfach. Dr. Laci Schaible, DVM