Am 2. Dezember 2019 von Dr. Mallory Kanwal, DVM, überprüft und auf Richtigkeit aktualisiert
Der Atem Ihrer Katze riecht vielleicht nach Futter, doch wissen Sie wirklich, was mit ihren Zähnen geschieht? Das Maul einer Katze bleibt vielen Besitzern verborgen – doch die Zahngesundheit ist entscheidend für ihr Wohlbefinden. Als beste Vorbereitung präsentieren wir neun fundierte Fakten von Tierärzt-Experten.
1. Menschliche und Katzenzähne weisen Ähnlichkeiten auf
Katzenzähne unterscheiden sich optisch von unseren, doch beide Arten sind diphyodont: Wir entwickeln zwei Zahnsets. Milchzähne fallen in der Jugend aus, permanente folgen.
Bei Katzen verläuft dies schneller. „Katzen werden zahnlos geboren, Milchzähne erscheinen mit etwa zwei Wochen“, erklärt Dr. Dan Carmichael, diplomierter Veterinärzahnarzt am Animal Medical Center in New York City. „Ab drei Monaten werden sie durch bleibende Zähne ersetzt.“ Bei guter Pflege halten diese ein Leben lang.
BONUS-TATSACHE:
Katzen haben 26 Milchzähne und 30 bleibende. Menschen: 20/32. Hunde: 28/42.
2. Katzenzähne sind jagdoptimiert
„Die Kronenformen spiegeln den Fleischfresser wider“, sagt Dr. Alexander Reiter, außerordentlicher Professor für Zahnmedizin an der University of Pennsylvania. Eckzähne durchstechen Haut wie bei Wildkatzen – ein Biss schmerzt intensiv.
3. Jeder Zahn hat spezifische Funktionen
Schneidezähne helfen beim Greifen und Knabbern, etwa zum Krallenkauen gegen Juckreiz, wie Dr. Carmichael und Dr. Reiter betonen.
4. Katzen erkranken selten an Karies
Im Gegensatz zu uns fehlen Okklusalflächen an Backenzähnen. „Keine echten kariösen Läsionen“, so Dr. Reiter. Zuckerbakterien finden keine Grübchen. Bei Hauskatzen nie berichtet – nur in einem 13. Jh.-Fossil.
5. Andere Zahnprobleme drohen
Parodontitis, Gingivostomatitis, Mundkrebs oder Resorptionen (Zahnabbau durch knochenähnliches Gewebe) sind möglich. „Schmerzhaft“, warnt Dr. Carmichael. Symptome variieren; oft Extraktion nötig.
6. Katzen verbergen Schmerzen
„Katzen maskieren Leid“, sagt Dr. Carmichael. Achten Sie auf Sabbern, rotes Zahnfleisch, Fressveränderungen oder fauligen Fischgeruch.
7. Zahnverlust stört nicht
Ohne Zähne fressen Katzen Nass- und Trockenfutter weiter. „Besser schmerzfrei als zahnvoll“, rät Dr. Carmichael.
8. Prävention durch Routine
Tägliches Bürsten verhindert Bakterien, empfehlen beide Experten. Trainieren Sie Kätzchen geduldig. Fordern Sie jährliche Untersuchungen.
9. Vertrauenswürdige Produkte erkennen
Suchen Sie das VOHC-Siegel auf veterinaryoralhealthcouncil.org. „Wissenschaftlich geprüft“, bestätigt Dr. Carmichael. Von Zusätzen bis Futter.
Von: Kate Hughes