Kristen Howe, passionierte Hunde- und Katzenliebhaberin, setzt sich für tiergestützte Therapie (AAT) ein. Das Streicheln eines ruhigen Tiers lindert Leiden und fördert Heilung.

Haustiere als Retter
Seit unserer Kindheit suchen wir in stürmischen Zeiten Trost bei Kuscheltieren oder Haustieren. Bei Kummer wenden wir uns instinktiv an Hunde, Katzen, Eidechsen oder Pferde – unsere treuen Begleiter.
Wenn Sie gerne mit Tieren arbeiten und Menschen unterstützen möchten, ist die Ausbildung zum tiergestützten Therapeuten ideal. Tiertherapie umfasst tiergestützte Interventionen und Aktivitäten.
Tiergestützte Therapie (AAT) ist ein expandierendes Feld. Hunde, Katzen, Vögel, Fische, Meerschweinchen oder Pferde unterstützen die Genesung von Herzkrankheiten, Krebs und psychischen Störungen.
Die Anfänge
Bereits in den 1930er Jahren nutzte Dr. Sigmund Freud seinen Hund Jofi in Psychotherapiesitzungen. Jofi signalisierte Spannungen, indem er nah beim Patienten blieb.
In den 1960er Jahren entdeckte Kinderpsychotherapeut Dr. Boris Levinson, dass ein Junge nonverbal mit seinem Hund Jingles kommunizierte. Ähnliche Erfolge bei anderen Kindern folgten. Levinson gilt als „Vater der AAT“ und begründete tiergestützte Kinderpsychotherapie.
1989 entwickelte die Delta Society (heute Pet Partners) ein Zertifizierungsprogramm für Tiere in der Therapie.
Tiertherapie existiert seit den frühen 1990er Jahren und boomt. Prognosen deuten auf ein Wachstum von über 27 % für Therapeutenstellen in den nächsten zehn Jahren hin – deutlich über dem Durchschnitt.
Eine CDC-Studie von 2011 zeigt: Mehr Gesundheitseinrichtungen bieten alternative Therapien an. Tiergestützte Aktivitäten spenden Trost, Motivation und verbessern die Lebensqualität.
Nach dem Schulmassaker in Uvalde (Mai 2022) trösteten Dutzende Therapiehunde die traumatisierten Kinder.
So wirkt Tiertherapie
Therapietiere warnen vor Gefahren und fördern gezielt Besserung. Sie helfen, Symptome zu lindern.
Die Mensch-Tier-Bindung erzeugt Beruhigung, reduziert Langeweile, fördert Bewegung durch Spaziergänge und Spiel, mindert Einsamkeit, steigert soziale Interaktionen und hebt die Stimmung.
Insgesamt senkt sie Stress und schafft emotionales Gleichgewicht.

Heilende Hände und ruhige Pfoten
Nach einer Sitzung berichten Patienten von Lächeln, weniger Müdigkeit und Optimismus. Studien belegen Reduktion von Schmerzen, Angst, Depressionen und Erschöpfung bei vielfältigen Erkrankungen.
AAT senkt Blutdruck und Aggression, mindert Stress und Angst, stärkt Selbstwertgefühl, emotionale Intelligenz und Selbstregulation. Sie verringert Einsamkeit, boostet das Immunsystem, fördert soziale Unterstützung, Vertrauen und positive Kommunikation.
Ziele variieren: Von Trost und Schmerzlinderung über motorische Förderung bis hin zu sozialen Fähigkeiten und Motivation. Die bloße Präsenz eines ruhigen Tiers schafft eine förderliche Atmosphäre. Therapeuten entwerfen oft gezielte Interaktionen.
Bei Kindern, Jugendlichen und Senioren baut sie Ängste ab und erleichtert Kommunikation. Studien zeigen: Verbesserte Zufriedenheit, Energie, Selbstwert und Stimmung; geringeres Risiko für Depressionen, Herzkrankheiten und Schlaganfälle. Kinder meistern MRTs ohne Sedativa.
Wer profitiert von AAT?
Forschung bestätigt Erfolge bei:
- Stress
- Angststörungen, Phobien
- Depressionen, Einsamkeit
- Autismus-Spektrum-Störung
- ADHS
- Sucht
- Bipolare Störungen
- Schizophrenie, kognitive Defizite
- Emotionale/Verhaltensprobleme bei Kindern
- Alzheimer, Demenz
- Krebs
- Hypertonie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Müdigkeit, Trauer
- Chronische Schmerzen
- Postoperative Beschwerden
- Epilepsie, Lernstörungen
- Herzinsuffizienz
- Rehabilitation nach Schlaganfall/Kopfverletzung
- Therapieresistenz
- Sexuelle Störungen
- Tic-Störungen
- Trauma
AAT half auch bei Zahnbehandlungen, Pflegeheimbewohnern und PTSD bei Veteranen.

Pfote leihen: So werden Sie Therapeut
Mit Ihrem Hund als Therapieteam: Absolvieren Sie Ausbildung und Zertifizierung. Grundausbildung für gute Manieren und Sozialkompetenz ist essenziell. Petco bietet Training für den AKC Canine Good Citizen Test.
Therapiehunde: Ab 1 Jahr, freundlich, geduldig, kontaktfreudig.
Keine formale Zertifizierung nötig – Beobachter prüfen Team. Drei Begleitsitzungen folgen.
Für Therapeuten: Online-Programme (1–2 Jahre) an Hochschulen.
Ressourcen
https://www.medicalnewstoday.com/articles/animal-therapy
https://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/consumer-health/in-depth/pet-therapy/art-20046342
https://journals.lww.com/nursingmadeincrediblyeasy/fulltext/2020/01000/the_benefits_of_pet_therapy.2.aspx
https://americanaddictioncenters.org/blog/pros-and-cons-of-animal-assisted-therapy
https://advancedcounseling.info/benefits-of-animal-assisted-therapy/
https://www.healthline.com/health/pet-therapy
https://www.akc.org/expert-advice/training/how-to-train-a-therapy-dog/
https://www.petco.com/shop/en/petcostore/c/pet-therapy-certification
https://www.therapydogs.com/therapy-dog-certification/
https://betterpet.com/therapy-pet-certification/
https://petpartners.org/
https://www.pawsforpeople.org/who-we-are/benefits-of-pet-therapy/
Dieser Artikel basiert auf recherchierten Fakten. Er dient Informationszwecken und ersetzt keine professionelle Beratung.