Als professionelle Pferdetrainerin und Reitlehrerin leite ich ein Sommerlagerprogramm und führe Kinder sicher in die Welt der Pferde ein. Mit jahrelanger Erfahrung weiß ich: Nicht jedes Pferd passt perfekt.
Online finden Sie unzählige Tipps zum Pferdekauf: Welche Vorkenntnisse Sie brauchen, wo Sie suchen und was Sie ausgeben sollten. Doch was tun, wenn das gekaufte Pferd nicht passt? Hier teile ich praxisnahe Ratschläge aus meiner langjährigen Praxis.
Bevor Sie etwas Drastisches unternehmen
Zuerst: Lassen Sie tierärztlich abklären, ob Schmerzen das Verhalten verursachen. Selbst das liebste Pferd reagiert aggressiv, wenn es leidet. Haben Sie es länger und es war zuvor unkompliziert? Behandeln Sie die Ursache – oft wird es wieder das alte, brave Tier.
Tief durchatmen
Das Wichtigste vorab: Zweifel sind normal, selbst bei erfahrenen Reitern. Viele Faktoren spielen beim Kauf eine Rolle, Fehler passieren. Bleiben Sie ruhig – lassen Sie uns die Optionen besprechen.
Ist das Pferd gefährlich?
Prüfen Sie ehrlich: Buckelt, bäumt es sich auf, schießt es? Macht es Ihnen Angst, ist es am Boden oder unter dem Sattel problematisch? Gefährliche Verhaltensweisen rechtfertigen Action – kein Pferd ist eine Verletzung wert! Ich lernte das auf harte Weise und möchte Sie davor bewahren.

Was, wenn es gefährlich ist?
Holen Sie einen Spezialisten: Ist das Verhalten mit Training korrigierbar? Die meisten Fälle ja – doch Training allein reicht nicht. Sie müssen als Eigentümerin nachreiten, um Erfolge zu festigen. Für unsichere Probleme brauchen Sie oft keinen Disziplin-Trainer, sondern einen Verhaltensspezialisten.
Forschen Sie lokal: Sprechen Sie mit Trainern, Kunden, besuchen Sie Ställe. So finden Sie die passende Hilfe.
Kosten berücksichtigen
Haben Sie einen Trainer gefunden? Klären Sie Dauer, Kosten und Erwartungen. Seien Sie offen über Ihre Fähigkeiten. Nehmen Sie eine Probestunde, damit der Trainer Sie einschätzen kann.
Nach Assessment gibt er fundierte Einschätzung: Passt das Pferd zu Ihnen? Oft liegt es am Reiter – Spannung löst Probleme aus. Manche Pferde brauchen Profis; sie werden zu Stars mit dem Richtigen.
Zeitrahmen festlegen
Definieren Sie klare Grenzen: Wie lange Training? 60–90 Tage sind fair, abhängig von Finanzen, Dauer des Besitzes und Bindung. Kleinere Probleme gehen schneller.
Sie tragen emotionales Gepäck
Nach Training: Angst bleibt, wenn es zuvor gefährlich war. Seien Sie bereit für Lektionen, um Ängste zu überwinden. Steigen Sie entspannt auf – sonst nullt Training aus. Ich scheiterte trotz jahrelanger Bindung an Panik; ehrlich prüfen!

Pferd mit Plan nach Hause holen
Reiten Sie es erst unter Traineraufsicht. Lernen Sie Methoden. Meist ist es ein Mensch-Pferd-Missmatch. Planen Sie Lektionen, halten Sie Kontakt – geben Sie faire Chance.

Über Trainer verkaufen (Kommission)
Passt es nicht? Lassen Sie Trainer vermitteln: Sie trainiert weiter, kennt es, hat Netzwerk. Klären Sie Konditionen – sicherste, schnellste Option.
Selbst verkaufen
Alternativ: Ehrlich werben. Potenzielle Käufer schätzen Offenheit. Lassen Sie Pferdelose reiten (Haftung beachten), bis Verkauf.
Leasing
Sicher für Erfahrene? Vermieten: Deckt Kosten, hält Training aufrecht. Flexibel vereinbaren.
Netzwerken
Pferde-Community ist eng: Teilen Sie online/offline (Stallfreunde). Ehrlichkeit schützt alle.

Verschenken
Letzte Option: Wenn passend und Bauchgefühl stimmt. Ich bekam tolle Pferde so – individuell entscheiden.
An College-Reitprogramm spenden
Viele suchen schulbare Pferde. Plus Steuerabzug möglich.

Problem: Gesundheit statt Verhalten
Vet-geprüft? Passen Sie Aufgaben an (z.B. Wandern statt Springen). Ideal für Anfänger, Camps, Therapie. Werben Sie ehrlich, zeigen Sie Unterlagen.

Pferderettung
Bei Untauglichkeit: Kontaktieren – Priorität niedrig bei gesunden Pferden.

Euthanasie als letzte Option
Bei unkontrollierbarer Gefahr oder Leid: Verantwortungsvoll. Schützt Mensch und Tier vor Missbrauch.
Nehmen Sie beim nächsten Kauf Zeit
Aus Erfahrung: Fehler häufig – holen Sie Profi-Hilfe, netzwerken Sie. Jedes Pferd hat sein Zuhause.