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Haustierversicherungen in Indien: Warum so wenige Haustierbesitzer sie abschließen

Haustierversicherungen in Indien: Warum so wenige Haustierbesitzer sie abschließenDie Krankenversicherung steht bei frischgebackenen Eltern ganz oben auf der Checkliste – und das sollte bei Haustiereltern nicht anders sein. Mit der wachsenden Beliebtheit exotischer Rassen können tierärztliche Rechnungen schnell teuer werden. Haustiere sind zudem anfällig für Diebstahl oder Infektionen mit Krankheiten. Hier kann eine Haustierversicherung rettend eingreifen. Im Ausland gibt es rege Nachfrage, doch in Indien ist der Markt mau. Viele Versicherer haben sich auf Viehversicherungen für Landwirte beschränkt. Die wenigen Policen für Haustiere gelten meist nur für Hunde – und der Abschlussprozess ist umständlich. „Obwohl die Police online beantragt werden kann, verlangt das Unternehmen viele Formalitäten. Besitzer müssen physisch in die Büros kommen und ihren Hund vorführen“, erklärt JL Vohra, Geschäftsführer einer Versicherungsmaklerfirma. Er fügt hinzu: „Der Hund braucht ein klares Erkennungsmerkmal wie einen Nasenabdruck, der nicht online per Foto geprüft werden kann – Bilder mehrerer Tiere können identisch wirken.“ Die geringe Nachfrage erklärt sich durch die hohe Komplexität und den Dokumentationsaufwand. Zudem sind Prämien niedrig: Für einen auf 10.000 Euro geschätzten Hund fallen nur 2-3 Euro an. Was muss sich ändern? „Versicherer müssen ihre Haltung ändern, Prozesse vereinfachen und kundenfreundliche Produkte entwickeln. Solche Policen nützen vor allem dem Kunden, nicht dem Unternehmen – daher werden sie selten beworben und bleiben vielen unbekannt“, betont Vohra.