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Großbritannien verschärft Strafen für Tierquälerei auf bis zu 5 Jahre Haft – Indien bei lächerlichen 50 Rupien

Großbritannien verschärft Strafen für Tierquälerei auf bis zu 5 Jahre Haft – Indien bei lächerlichen 50 RupienGroßes Aufsehen erregte 2016 der brutale Schlag gegen das Polizeipferd Shaktiman durch den BJP-Führer Ganesh Joshi in Dehradun. Einen Monat zuvor löste eine Frau in Bengaluru Empörung aus, indem sie acht hilflose Welpen tötete. Beide Fälle warfen ein grelles Licht auf Indiens veraltetes Tierquälereigesetz, das für solch schwere Missstände nur 50 Rupien Strafe vorsieht. Trotz medialer Aufmerksamkeit blieb alles beim Alten.
Während Indien an auslaufenden Regelungen festhält, hat das Vereinigte Königreich kürzlich sein Tierquälereigesetz reformiert: Missbrauch wird nun mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet. Wann wird Indien nachziehen? Experten sehen wenig Fortschritt. „Wir sind nirgendwo angekommen. Die Situation ist unverändert“, erklärt Nikunj Sharma, Leiter Public Policy bei PETA. „Ein Gesetzentwurf liegt seit fast drei Jahren beim Ministerium für Umwelt, Forsten und Klimawandel (MoEF), ohne Vorantreibung. Trotz schockierender Vorfälle letztes Jahr fehlt es an Reaktionen.“

Großbritannien verschärft Strafen für Tierquälerei auf bis zu 5 Jahre Haft – Indien bei lächerlichen 50 Rupien
Der Zusammenhang zwischen Tierquälerei und Gewalt gegen Menschen
Ein modernes Tierquälereigesetz schützt nicht nur Tiere, sondern verhindert auch Angriffe auf Menschen. Studien belegen: Täter, die Tiere misshandeln, greifen oft Menschen an. Klinische Psychologin Dr. Anuradha Arun bestätigt: „Es gibt eine klare Verbindung. Bei Kindern mit Verhaltensstörungen ist Tierquälerei ein typisches Merkmal, das später zu asozialem Verhalten führt.“
Die Humane Society of the United States fand heraus: 71–83 % der Frauen in Frauenhäusern berichteten, dass ihre Partner Haustiere missbraucht oder getötet hatten. In 88 % der Fälle von Kindesmisshandlung kam es parallel zu Tierquälerei. Bei sieben US-Schulschießereien (1997–2001) hatten alle Täter zuvor Tiere gequält. In Indien fehlt ein solches Register, doch globale und lokale Studien untermauern den Zusammenhang.

Worauf wartet die Regierung?
PETA-Kontaktmann Nikunj Sharma kritisiert: „Jedes Mal erhalten wir ausweichende Antworten. Nach dem Shaktiman-Fall schrieben wir sogar den Premierminister – er verweist nur auf das MoEF. Es ist enttäuschend, dass Tierwohl keine Priorität hat.“ Die Freigabe von Jallikattu und Kambala durch die Zentralregierung trotz Obersten Gerichts-Urteilen schwächt den Tierschutz weiter. Sogar Mahatma Gandhi mahnte: „Die Größe einer Nation misst sich daran, wie sie ihre Tiere behandelt.“ Warum ignorieren wir diese Weisheit?