Am 8. Mai 2019 von Dr. Hanie Elfenbein, DVM, PhD, auf Genauigkeit geprüft und aktualisiert
Als Hundebesitzer liegt Ihnen die bestmögliche Lebensqualität Ihres Vierbeiners am Herzen. Bei Schmerzen oder Unwohlsein ist schnelle Linderung entscheidend. Die Lasertherapie für Hunde bietet hier eine bewährte Lösung: Sie fördert die Heilung, reduziert Entzündungen und lindert Schmerzen effektiv.
Diese Methode, auch als Rotlichttherapie, Photobiomodulationstherapie (PBMT) oder Low-Level-Lasertherapie (LLLT) bekannt, gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Doch wie und wann hilft sie Ihrem Hund?
Vorteile der Lasertherapie für Hunde
Viele Erkrankungen bei Hunden sprechen hervorragend auf Lasertherapie an. „Therapeutische Laser werden zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt, darunter Osteoarthritis, Bandscheibenerkrankungen, Leckgranulom, Cellulitis und andere bei Hunden“, erklärt Dr. Robin Downing, Krankenhausdirektorin der Windsor Veterinary Clinic in Colorado.
„Tatsächlich können wir das Prinzip der Photobiomodulation überall dort anwenden, wo wir Entzündungen und/oder Schmerzen finden“, ergänzt sie.
Dr. Erin Troy, Inhaberin des Muller Veterinary Hospital in Walnut Creek, Kalifornien, betont: Die Lasertherapie lindert Schmerzen und Entzündungen sowie fördert die Heilung von Geweben wie Haut, Ohren, Zahnfleisch, Muskeln und Sehnen. Tierärzte nutzen sie auch multimodal bei chronischen oder wiederkehrenden Ohrinfektionen.
Dr. Downing nennt weitere Einsatzgebiete der Lasertherapie für Hunde:
- Chirurgische Wundheilung
- Traumatische Wundheilung
- Steigerung des Stoffwechsels bestimmter Gewebe
- Verringerung der Bildung von Narbengewebe
- Immunregulation
- Verbesserung der Nervenfunktion und Nervenregeneration
- Lösen schmerzhafter Triggerpunkte
- Beschleunigung der Heilung von Infektionen
Wie funktioniert die Lasertherapie für Hunde?
Therapeutische Laser nutzen kalte oder schwache Lichtenergie, um zelluläre Veränderungen auszulösen. „Licht mit spezifischen Frequenzen bewirkt physiologische Effekte auf Zellebene“, beschreibt Dr. Troy, integrative Tierärztin. Dazu gehören die ATP-Produktion (Energie für Zellen), Entzündungsreduktion und Hemmung der Schmerzweiterleitung.
Obwohl der exakte Mechanismus noch erforscht wird, gilt die Lasertherapie als „Starthilfe“ für heilungsrelevante Zellen.
Was erwarten Sie bei einer Lasertherapie-Sitzung für Hunde?
Das Tier liegt entspannt auf einem gepolsterten Untergrund. „Ich behandle meist allein mit einem Handgerät, während der Hund sich zurücklehnt“, sagt Dr. Downing. Besitzer können streicheln und plaudern. Alle tragen Schutzbrillen.
Wie lange dauert eine Lasertherapiesitzung?
Die Dauer hängt von der Laserleistung ab – meist unter einer Minute pro Stelle. „Klasse-3- und Klasse-4-Laser sind üblich; höhere Leistung verkürzt die Behandlungszeit“, erklärt Dr. Downing.
Wie viele Behandlungen braucht Ihr Hund?
Das variiert je nach Laser, Erkrankung und Akuität. Dr. Downing startet oft mit 2–3 Sitzungen pro Woche für 2–3 Wochen, dann reduziert. Bei akuten Fällen (z. B. Analdrüsenriss) täglich 3–5 Tage, danach seltener. OP-Wunden werden direkt postoperativ behandelt.
Wie viel kostet Lasertherapie für Hunde?
Kosten pro Sitzung: 40–100 US-Dollar. „Viele Praxen bündeln Behandlungen mit Rabatt, inklusive weiterer Pflege“, rät Dr. Downing.
Die Forschung zur Lasertherapie bei Hunden
Seit 40 Jahren im Einsatz, wachsen nun die Belege für Schmerzlinderung und Heilungsbeschleunigung. Dr. Downing: „Solide Studien treiben das Interesse voran“ (Integrative Veterinary Care Journal). Studien zeigen Erfolge bei interdigitalen Zysten und Wundheilung.
Kombination mit anderen Therapien
Lasertherapie ergänzt multimodal Schmerzmanagement: Akupunktur, Massage, Medikamente. „Ideal für Hunde mit Organproblemen, die NSAR verbieten“, sagt Dr. Troy. „Sie sollte immer kombiniert werden“, empfiehlt Dr. Downing.
Risiken der Lasertherapie bei Hunden
Vermeiden über Tumoren (Wachstumsförderung) oder trächtiger Gebärmutter. Heimgeräte sind oft unwirksam oder riskant. „Professionelle Anwendung durch Tierärzte ist essenziell“, warnt Dr. Downing. Risiken: Netzhautschäden, Gewebsverbrennungen.
Sobald Besitzer Erfolge sehen, sind sie überzeugt. „Therapeutischer Laser verbessert fast überall, wo Schmerzen sind“, fasst Dr. Downing zusammen.
Von Heather Larson
Ausgestelltes Bild mit freundlicher Genehmigung von Dr. Robin Downing