Experten beobachten einen dramatischen Anstieg von Tierquälereifällen – überraschenderweise am häufigsten in wohlhabenden Vierteln wie Süd-Delhi.Ein virales Video eines Mannes, der einen Hund misshandelt, hat kürzlich für Aufschrei gesorgt. Die Zahl der Tierquälereifälle im National Capital Region (NCR) steigt alarmierend. Ohne zentrale Dokumentation melden Organisationen wie People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), People for Animals (PFA), Friendicoes und andere NGOs kontinuierlich Beschwerden. Ihre Daten zeigen: 80 % der Fälle ereignen sich in Süd-Delhi.
150 registrierte, 300 ungemeldete Fälle täglich?
'Diese Menschen sind herzlos und wollen Delhi hunde- und taubenfrei machen. Täglich erreichen NGOs in Delhi 150 Fälle – von vergifteten Nachbarhunden über Chemikalien im Taubenwasser bis zu verprügelten Streunern. Rund 300 bleiben der Polizei ungemeldet', schätzt Gauri Maulekhi, Beraterin von Maneka Gandhi. 'Allein 2015 habe ich 10 FIRs (First Information Reports) eingereicht, letztes Jahr sechs. Täglich sieben bis acht Anrufe', ergänzt Sonya Ghosh von Friendicoes. 'Ich bekomme täglich etwa 10 Anrufe zu Tierquälerei an Streuner, Haustiere oder Wildtiere – plus illegale Züchtungen', sagt Gaurav Sharma von People for Animals und Sai Ashram, Delhi.
Vasant Kunj am stärksten betroffen?
Sonya Ghoshs FIR-Zusammenstellung von Februar bis Juni zeigt: Täglich ca. 10 FIRs in Amar-Kolonie, Vasant Kunj, Neb Sarai und Malviya Nagar – Vasant Kunj führt. '70 % der Anrufe kommen aus Vasant Kunj und Süd-Delhi, 30 % aus West-Delhi wie Rohini oder Dwarka', erklärt Gaurav. Maulekhi: 'Hundevergiftungen häufen sich in Vasant Kunj, Saket und Malviya Nagar.'
'Mar gaya toh kya? Kutta hi toh hai!'
NGO-Mitarbeiter berichten: Die Polizei zögert oft. 'Ein Beamter zu einem Nachbarhund, den man als Fleisch tötete: „Kutta hi toh hai, Fleisch kha liya toh kya ho gaya?“ Solche Haltungen schrecken ab', sagt Gaurav. Sonya: 'In sechs Monaten keine Maßnahmen gegen Täter.'
Polizei-Statement
Ein hochrangiger Beamter anonym: 'Wir treffen uns mit Aktivisten, reichen FIRs ein und handeln. Doch Realität und Gesetze klaffen oft auseinander.'
Tierquälerei ist strafbar
Experten warnen: Kindliche Tierquälerei führt oft zu Kriminalität. Strafbar nach § 11 PCA 1960 und §§ 428/429 IPC 1860 – bis 5 Jahre Haft, Geldstrafe oder beides. 'Trotz Gesetzen entkommen Täter mit 10–50 Rupien Bußgeld', kritisiert Bhubaneshwari Gupta von PETA India.
Im Notfall: So handeln Sie richtig
- Nehmen Sie das verletzte Tier in Obhut.
- Rufen Sie 100, fordern Sie FIR. Bei schweren Fällen Festnahme ohne Warrant möglich.
- Kontaktieren Sie Delhi Society for Prevention of Cruelty to Animals bei Quälerei.
- Bringen Sie das Tier ins staatliche Tierkrankenhaus.
- Fordern Sie Hilfe bei PETA Delhi, PFA, Friendicoes (Kontaktdaten online).
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