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Weltpolitik mit Pfoten: Skurrile Hunde-Geschichten von Obama bis Putin

Weltpolitik mit Pfoten: Skurrile Hunde-Geschichten von Obama bis PutinIn Thailand droht einem Mann 37 Jahre Haft, weil er den Hund des Königs verspottet hat. Die Obamas kämpfen mit Töpfchentraining, da ihre Sunny den Rasen des Weißen Hauses verschont. Israels Premier-Favorit beißt VIPs, und Putin nutzt seine Hunde, um Angela Merkel einzuschüchtern – eine Taktik, die bis zu ihrer Time-Person-of-the-Year-Auszeichnung Thema blieb. Ist die internationale Politik verrückt geworden?

Präsidentielles Töpfchen-Training-Drama
Der First Dog Bo diente sieben Jahre mustergültig im Weißen Haus. Doch seine Schwester Sunny, 2012 adoptiert, bereitet den Obamas Kopfzerbrechen. Bo leckte Besucherhände, stand brav bei Partys und jagte Eichhörnchen. Sunny hingegen entzieht sich dem Secret Service und macht ihr Geschäft drinnen. Michelle Obama offenbarte kürzlich: „Sunny kann frech sein. Sie schleicht aus der Küche ans andere Ende des Hauses. Wir arbeiten daran.“

Sunny wirft auch Kleinkinder um. Bei der Weihnachtsbaum-Enthüllung 2013 sprang sie auf die zweijährige Ashtyn Gardner, brachte sie zu Fall, leckte sie aber als Entschuldigung. Beide Hunde bekommen Leckereien – auch der ungezogene Teil.

Keine Partymanieren
Sunny Obama stößt Kleinkinder um – wie 2013 bei einer Party, als Welpin.

Hundediplomatie
Wladimir Putin, der russische Macho, präsentiert sich mit wilden Tieren – doch seine Hunde wie Koni, ein Schwarzer Labrador, sind seine Geheimwaffe. Koni, 2014 nach 15 Jahren gestorben, demonstrierte Putins Stil: „Mein Hund ist größer.“ Bei George Bushs Besuch höhnte Putin über dessen Scottish Terrier Barney: „Du nennst das einen Hund?“ In Moskau präsentierte er Koni – größer, härter, gemeiner.

Angelas Merkel phobia vor Hunden (nach einem Biss in der Kindheit) nutzt Putin aus. Bei Treffen lässt er Hunde frei laufen. Berühmt: 2007 in Sotschi. Koni schnüffelte an Merkels Beinen, legte den Kopf in ihren Schoß. Putin: „Sie wird sich benehmen.“ Merkel: „Es frisst keine Journalisten.“ Später: „Er muss beweisen, dass er ein Mann ist. Russland hat nichts anderes.“ Scharfzüngig.

Den Hund des Königs nie beleidigen
In Thailand gilt Lèse-Majesté auch für Haustiere. Ein Arbeiter riskiert 37 Jahre Haft für Likes sarkastischer Posts über König Bhumibols Hund Tongdaeng im Korruptionskontext. Die Druckerei der International New York Times ließ eine Leerstelle.

Tongdaeng, eine gerettete Straßenmischung, ist Ideal: „Respektvoll, sitzt niedriger als der König“, schreibt Bhumibol in seinem Bestseller. Als „Khun“ verehrt, inspirierte sie einen Top-Animationsfilm. Wer der König liebt, liebt das Volk.