Bei sinkenden Temperaturen sorgen wir uns nicht nur um uns selbst, sondern auch um unsere vierbeinigen Begleiter. Dr. Anil Sood vom Veterinärzentrum Petaids gibt praxisnahe Tipps, wie Sie Ihren Hund optimal durch den Winter bringen – vom Spaziergang über das Baden bis zur Ernährung.1. Mantel tragen oder nicht?
Bei Gassigängen sollten Hunde grundsätzlich keinen Mantel tragen. Luftparasiten werden vom warmen Hautmilieu angezogen, und der Mantel fängt sie ein. Solange die Temperatur nicht unter null fällt, empfehlen wir, auf Mäntel zu verzichten – das schont das Immunsystem und die Hautbarriere.
Bei Manteltragern fördern Körperwärme und Feuchtigkeit Bakterien- und Pilzwachstum. Halten Sie Ihren Hund tagsüber drinnen und gönnen Sie ihm morgens und abends ausgiebige Spaziergänge.
2. Baden
Im Sommer stören häufige Bäder die Riechdrüsen und schwächen durch haftende Schadstoffe die Hautbarriere. Im Winter ist die Haut besonders empfindlich – baden Sie daher alle 10 Tage mit einem geeigneten Shampoo und lauwarmem Wasser.
Trocknen Sie Ihren Hund gründlich mit einem Handtuch ab und vermeiden Sie das Lagern im Freien, da Verdunstung zu Unterkühlung und Fieber führen kann.
3. Ernährung und Ergänzungen
Füttern Sie nicht einfach mit unseren Resten – das ist falsch. Wichtige Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E und Kalzium stärken das Immunsystem.
Beladen Sie den Napf mit Getreide, Gemüse und rotem Fleisch. In vegetarischen Haushalten eignen sich Paneer, Eier und Quark plus essenzielle Aminosäuren. Vermeiden Sie Überdosierungen von Huhn, da es die Haut- und Körperresistenz mindert.
Geben Sie keine übermäßigen Futterzusätze, sondern ätherische Öle in Maßen.
4. Tägliches Bürsten und Massieren
Dies pflegt das Fell, fördert die Durchblutung und ist essenziell für Rassen wie Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever, Mastiffs und Boxer.
Bei unangenehmem Hautgeruch sofort den Tierarzt konsultieren.