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Ihren Hund selbst impfen: Risiken und Fakten aus 30 Jahren Praxis von Tierarzt T. J. Dunn

Ihren Hund selbst impfen: Risiken und Fakten aus 30 Jahren Praxis von Tierarzt T. J. Dunn

Von T. J. Dunn, Jr., DVM

Viele Tierärzte raten davon ab, Ihren Hund oder Ihre Katze selbst zu impfen. Dennoch: Wenn Sie es tun möchten, sollten Sie diese Punkte kennen. Jeder Impfstoff kann unerwünschte Reaktionen auslösen – die Wahrscheinlichkeit ist gering, doch die Folgen können schwerwiegend sein. Ein aktueller Fall einer impfstoffinduzierten Urtikaria bei einem Dackel zeigt das eindrücklich: Schauen Sie hier.

Nebenwirkungen sind selten, treten aber auf. Am gravierendsten ist die anaphylaktische Reaktion: Eine Überempfindlichkeitsreaktion, die zu niedrigem Blutdruck, verlangsamtem Herzschlag und flacher Atmung führt. Der Sauerstoffmangel im Gehirn kann Bewusstlosigkeit verursachen.

In 30 Jahren Praxis mit fast täglichen Impfungen (über 200.000 Dosen!) habe ich drei solcher anaphylaktischen Reaktionen erlebt. Sie sind furchterregend und erfordern sofortige Notfallmaßnahmen, um Schlimmeres zu verhindern.

Glücklicherweise ereigneten sie sich in meiner Klinik, wo ich den Schock mit Medikamenten und Infusionen rückgängig machen konnte. Zu Hause, ohne diesen Sofortzugang, hätten diese Tiere nicht überlebt.

Manche Kliniken verkaufen Impfstoffe an Züchter, Ärzte oder Tierbesitzer. Oft ist ein Freigabeformular erforderlich. (Ausnahme: Tollwutimpfstoff – der darf nur von Tierärzten verabreicht werden.)

Lesen Sie unser Musterformular: Es macht die Risiken klar.

Freigabeformular – Impfungen

Ich habe die folgenden Punkte gelesen und verstanden. Ich übernehme volle Verantwortung für Anwendung und Wirkung des Impfstoffs.

Datum: ________
Name: ________
Impfstoff: ________

1. Nach der Impfung kann eine lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktion auftreten, die schnellen medizinischen Eingriff erfordert.
2. Falscher Umgang mit Impfstoff oder Spritze kann Infektionen oder Fibrome verursachen.
3. Falsche Injektion (z. B. intravenös statt subkutan) kann tödlich sein.
4. Der Impfstoff wirkt möglicherweise nicht, wenn:
(a) Er abgelaufen ist
(b) Er zu lange ungekühlt war
(c) Er nicht sofort nach Mischen injiziert wurde
(d) Die Spritze verunreinigt ist
(e) Alkohol vor der Impfung verwendet wurde
(f) Er Hitze, Kälte oder Sonne ausgesetzt war.
5. Manche Marken sind effektiver als andere.
6. Kein Hersteller garantiert Immunität bei jedem Tier.
7. Selbstimpfung gegen Tollwut gilt nicht als legal – nur Tierärzte zählen.
8. Bezahlte Impfungen für Dritte sind illegal; nur Tierärzte dürfen Gebühren verlangen.
9. Spritzen sind Sondermüll und müssen fachgerecht entsorgt werden.

Als Haustierbesitzer entscheiden Sie: Selbst impfen oder Tierarzt? Klinikimpfungen bieten Vorteile wie Voruntersuchung, Aufzeichnungen, Notfallhilfe und aktuelle Infos.