Am 22. April 2019 von Dr. Katie Grzyb, DVM, auf Richtigkeit überprüft
Sie haben sicher schon gehört, dass man einem alten Hund keine neuen Tricks beibringen kann. Das stimmt nicht ganz – ältere Hunde bleiben aktiv und brauchen Bewegung, um ihre Lebensqualität zu steigern. Als verantwortungsvoller Hundebesitzer tragen Sie durch altersgerechtes Training zu ihrer geistigen und körperlichen Fitness bei.
Ein passender Trainingsplan hilft Ihrem Senior-Hund, fit und gesund zu bleiben. Auch in den goldenen Jahren können Hunde Spaß an stimulierenden Aktivitäten haben. Hier ist eine praxisnahe Checkliste, um einen Trainingsplan zu starten oder anzupassen.
Beginnen Sie mit einem Tierarztbesuch
Ab 7 bis 9 Jahren – je nach Rasse und Größe – gilt Ihr Hund als Senior, erklärt Dr. Jeff Werber, Tierarzt in der VCA Century Veterinary Clinic in Los Angeles. In diesem Alter empfehlen Tierärzte umfassende Untersuchungen inklusive Bluttests, die Gelenke, Knochen, Herz, Muskeln sowie Nieren- und Leberwerte prüfen.
Diese Checks geben Aufschluss über die Bewegungsgrenzen Ihres Hundes, betont Dr. Werber. Basierend darauf können Ergänzungen wie Nutramax Dasuquin mit MSM (mit Glucosamin und Chondroitin) oder Omega-3/6-Fettsäuren für die Gelenkgesundheit empfohlen werden.
„Ich bin ein großer Fan von Dasuquin“, sagt Dr. Werber. „Auch Probiotika unterstützen die Verdauung bei älteren Hunden. Sprechen Sie immer mit Ihrem Tierarzt und halten Sie sich an Dosierungsempfehlungen.“
Ihr Tierarzt hilft, passende Aktivitäten mit Dauer und Intensität zu definieren. Regelmäßige Kontrollen sind essenziell, da sich Fähigkeiten ändern – für ein längeres, gesünderes Leben. „Früherkennung führt zu besseren Ergebnissen“, unterstreicht Dr. Jennifer Mathis vom Family Pet Veterinary Center in Iowa.
Gewicht im Griff behalten
Übergewicht ist die häufigste Ernährungskrankheit bei Hunden aller Altersgruppen, warnt Dr. Werber. Es einschränkt die Beweglichkeit und schafft einen Teufelskreis: Weniger Bewegung führt zu mehr Gewicht, was Gelenke, Knochen, Atemwege belastet und Diabetes begünstigt.
Entwickeln Sie mit Ihrem Tierarzt einen Gewichtsplan kombiniert mit Übungen. So verbessern Sie Herz- und Gelenkgesundheit ohne Medikamente, wie Dr. Mathis rät.
Training nicht einstellen – anpassen!
Vergessen Sie nicht: Ältere Hunde profitieren von Training, um Gewicht zu kontrollieren, sagt Dr. Werber. „Ohne Bewegung nehmen sie leichter zu.“ Passende Routinen helfen auch bei Rückenerkrankungen wie Bandscheibenvorfällen.
„Bewegung verhindert Steifheit, genau wie bei uns Menschen“, erklärt Dr. Mathis.
Lesen Sie die Signale Ihres Hundes
Ihr Hund ist der beste Experte für seine Grenzen. Lernen Sie mit Ihrem Tierarzt, seine Körpersprache zu deuten. Starkes Hecheln, hängender Kopf oder Nachhinken signalisieren Überanstrengung, warnt Dr. Werber. Unruhe nach Spaziergängen deutet auf mehr Aktivität hin.
Halten Sie inne und beobachten Sie: „Hunde können nicht sprechen – wir müssen sie lesen“, rät Dr. Werber.
Sanfte Übungen wählen
Passen Sie Aktivitäten an: Gehen und Schwimmen schonen Gelenke (nie unbeaufsichtigt am Wasser), empfiehlt Dr. Mathis. Beim Apportieren werfen Sie langsam und gerade, um abrupte Wendungen zu vermeiden.
„Training beibehalten, aber anpassen“, fasst Dr. Werber zusammen.
Wetter beachten
Bei schlechtem Wetter kein Training – besonders für Senioren, warnt Dr. Werber. Berücksichtigen Sie Rassen: Brachyzephale Hunde kühlen bei Hitze schlecht. Immer Wasser bereithalten, z. B. mit der KONG H2O Edelstahlflasche. Dr. Mathis tippt: Ein paar Tropfen natriumarme Hühnerbrühe lockt zum Trinken (Allergie prüfen!).
Bei Kälte: Warme Jacken wie der Frisco Hundeparka. Passen Sie Felllänge und Rasse an, sprechen Sie mit dem Tierarzt.
Von: Helen Anne Travis