Der Monsun zwingt uns oft, drinnen zu bleiben – ein echtes Ärgernis. Genauso geht es unseren Hunden. Regen bringt Infektionsrisiken, weniger Bewegung und sogar depressive Stimmungen für unsere pelzigen Gefährten mit sich. Keine Sorge, Hundebesitzer: Mit Vorbereitung, Vorsorge und Aufmerksamkeit können Sie den Monsun-Blues überwinden. Tierärzte und Verhaltens experten teilen bewährte Tipps. Umgang mit Gewitterangst
Wie Marley in "Marley & Me" fürchteten viele Hunde laute Stürme. "Nicht jeder Hund reagiert panisch auf Donner, doch bei Angstsymptomen wie eingezogener Rute hilft eine tröstende Berührung und sanfter Ton", rät Hundeverhaltensforscher Aaron Patrick Dsilva. Hyderabad-Tierärztin Kadambari Venkatraman ergänzt: "Manche Hunde lieben Umarmungen, andere brauchen Ruhe. Dimmen Sie immer die Lichter bei Blitz und Donner, um Stress zu mindern."
Futter- und Wasserversorgung überwachen
Im Monsun fragen viele Neulinge nach Diätänderungen. Tierernährungsexpertin Rashee Kuchroo: "Füttern Sie bedarfsgerecht – keine großen Umstellungen nötig." Wichtig: Frisches Wasser! "Verwenden Sie gefiltertes Trinkwasser, um Infektionen vorzubeugen. Keine Plastikschüsseln, da Chemikalien bei Temperaturschwankungen austreten können. Nehmen Sie Stahl- oder Keramikschalen, täglich gründlich reinigen."
Häufige Beschwerden vermeiden
Chirurg Dr. Sagar Bhongle warnt: "Gastroenteritis durch Bakterien oder Viren sowie Zeckenfieber sind Risiken. Symptome wie Appetitlosigkeit, Fieber, Lethargie und starkes Hecheln erfordern sofortigen Tierarztbesuch (Inkubationszeit 4–5 Tage)." Pensionsinhaber Kenneth D'Souza: "Floh- und Zeckenmittel alle sechs Wochen gegen die Fellrichtung auftragen. Injektionen nur bei Bedarf, sparsam bei Jungtieren dosieren."
Spaziergänge trotz Regen
Den Hund nicht auslassen! "Regenmäntel helfen. Waschen und trocknen Sie die Pfoten danach, prüfen Sie auf Parasiten", sagt Aaron. Kadambari Venkatraman: "Verhindern Sie Pfützenschnüffeln wegen Luftübertragener Krankheiten. Bei Welpen unter 4–6 Monaten Interaktionen mit anderen Hunden minimieren – Parvovirus-Risiko! Vor Hundeparks Zeckenspray anwenden. Zu Hause: Kein Schlafen auf blankem Boden."
Um streunende Hunde kümmern
Social-Media-Hilfe ist gut, aber bei Verletzungen: Tierheim-Mitarbeiterin Catherine Pinto rät: "Leichte Wunden selbst versorgen, Schwere nur mit Tierarzt. Niemals eigenmächtig eingreifen, ohne Beratung – das kann schaden."
Monsun-Reisen mit Hund
Vorab Tierarzt konsultieren. Aaron: "Gewöhnen Sie den Hund an Autofahrten. Kein Futter unterwegs gegen Übelkeit. Pausen stündlich für Bedürfnisse, Essentials wie Futter, Wasser und Erste-Hilfe-Set mitnehmen." Regenmäntel und Pfotenpflege nicht vergessen.
— Mit Beiträgen von Deepu Joseph