Es bereitet uns immense Freude, unsere pelzigen Begleiter zu kuscheln und zu verwöhnen. Doch was, wenn diese übertriebene Nachsicht Ihrem Hund mehr schadet als nutzt? „Wir lassen uns von diesen unwiderstehlichen Welpenaugen blenden, was unseren Vierbeinern ernsthafte Probleme einbrockt“, erklärt der erfahrene Hundetrainer Varun Anand.Als verantwortungsvolle Haustiereltern möchten wir unsere Hunde optimal versorgen. Oft behandeln wir sie jedoch wie menschliche Babys – diese Überfürsorge kann kontraproduktiv wirken. „Ständige Zuneigungsbekundungen oder übermäßiges Spielzeugkaufen führen bei Hunden zu Verhaltensstörungen. Sie schätzen Belohnungen nicht mehr und verlieren den Respekt vor dem Herrn“, betont Anand. Selbst das Training solcher Hunde gestaltet sich schwierig, da Besitzer die Trainerempfehlungen ignorieren und weiter verwöhnen.
Der renommierte Hundefriseur Sanjeev ergänzt: „Viele wissen nicht, dass Hunde sich grundlegend von uns Menschen unterscheiden. Stundenlanges Anziehen oder allzu häufiges Baden schadet ihrem Fell. Besonders problematisch: Das ständige Waschen der Pfoten nach Spaziergängen macht sie empfindlich und zerbrechlich.“
Überverwöhnte Hunde entwickeln oft Aggressivität, da sie überall Sonderbehandlung erwarten. „Ohne Training zur Alleinbleibefähigkeit entsteht starke Trennungsangst. Selbst Babysprache hilft nicht – sie reagieren nur auf normale Töne. In Pensionen passen sie sich dann schlecht an“, warnt Achal Gupta, Inhaber eines Haustierresorts. Solche Hunde hören auf zu fressen, winseln ständig und schlafen nicht ohne ihren Menschen.
Handfüttern oder ständiges Probieren verschiedener Leckereien macht sie zu wählerischen Essern. Später futtern sie nur noch aus der Hand. Zudem droht durch Überfütterung Fettleibigkeit mit allen gesundheitlichen Folgen.
Unsere Liebe darf nicht in Verwöhnung umschlagen, die zu Verhaltens- und Gesundheitsproblemen führt. Hunde brauchen Beständigkeit und klare Regeln. Ein disziplinierter, selbstbewusster und gesunder Hund zeigt: Weniger ist mehr – und das ist wahre Liebe.
FAQ: Mein Hund hat immer Hunger, obwohl er gefüttert wurde. Er bettelt ständig. Was tun?
Dieses häufige Problem entsteht durch fehlende Routine. Legen Sie feste Fütterungszeiten fest, füttern Sie nicht zwischendurch. Entfernen Sie den Napf nach dem Essen – kein stundenlanges Stehenlassen. Vermeiden Sie Streicheln beim Fressen, da das Betteln fördert. Lassen Sie Ihren Hund regelmäßig entwurmen, um gesundheitliche Ursachen auszuschließen.
– Swati Tandon, Tierexpertin
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