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Gefahren für Hunde an Regentagen: Expertenwarnungen und Schutzmaßnahmen

Am 23. April 2018 von Dr. Katie Grzyb, DVM, auf Richtigkeit überprüft

Von John Gilpatrick

Regen kann die Pläne von uns Menschen durcheinanderbringen – sei es ein spontaner Schauer ohne Schirm oder ein Unwetter auf Reisen. Für Hunde ist die Routine oft einfacher, doch auch sie leiden unter nassem Wetter: Der abendliche Spaziergang fällt aus, und schnelle Toilettenpausen werden zur Notlösung.

"Bei starkem Regen empfehle ich kurze Toilettenpausen draußen und Spiele auf später zu verschieben", rät Dr. Sarah Tauber, Tierärztin am DoveLewis Veterinary Emergency & Specialty Hospital in Portland, Oregon.

Regen birgt jedoch ernsthafte Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Hunde. Als erfahrene Tierärztin weiß ich aus der Praxis: Hier sind vier Gefahren, auf die Sie achten sollten.

Geringe Sichtbarkeit

Bei Starkregen sehen Autofahrer schlecht – eine große Gefahr für Hunde auf der Straße.

"Regen, Blitz oder Donner können Hunde in Panik versetzen und auf die Fahrbahn treiben, was riskant für Tier und Besitzer ist", warnt Dr. Michelle Danna, Praxisleiterin am Boston Street Animal Hospital in Baltimore.

Deshalb raten Experten von ausgiebigen Spaziergängen bei Regen ab. Bei Vorankündigung: Kurze Runden um den Block statt langer Touren.

Blitzschlag

Blitze erschrecken nicht nur – sie können treffen. Metall zieht sie an.

"Vermeiden Sie Metallgegenstände wie Regenschirme. Bei Donner oder Blitz sofort Schutz suchen, fern von Bäumen und Anhöhen", rät Danna.

Die Leine nicht abnehmen, trotz Metall: Das Weglaufenrisiko ist höher. Bleiben Sie drinnen und machen Sie kurze Pausen.

Pfützen

Viele Hunde plantschen gerne – doch stehendes Wasser birgt Bakterien wie Leptospirose und Giardia.

"Impfen Sie gegen Leptospirose, wenn Ihr Hund trinkt. Bieten Sie viel Frischwasser an, um alternatives Trinken zu vermeiden", empfiehlt Tauber. Pfützen können auch Giftstoffe wie Öl oder Pestizide enthalten.

Selbst ohne Trinken: Beim Pfotenlecken besteht Gefahr, sagt Danna. "Nach dem Regen die Pfoten 30 Sekunden in verdünntem Antiseptikum wie Listerine einweichen und abtrocknen."

Sprechen Sie vorher mit Ihrem Tierarzt, besonders bei Hautproblemen, rät Dr. Katie Grzyb aus Brooklyn.

Bei Übelkeit, Lethargie, Fieber oder vermehrtem Urinieren: Sofort zum Tierarzt. Leptospirose ist früh behandelbar, später komplizierter und übertragbar auf Menschen – Handschuhe tragen!

Lungenentzündung

"Langes Nasskalt-Aussetzen reizt die Atemwege und kann zu Pneumonie führen, vor allem bei Jung-, Alt- oder geschwächten Hunden", erklärt Tauber.

Symptome: Husten, Müdigkeit, Atemnot, Schnupfen. "Lebensbedrohlich ohne Behandlung – sofort handeln!"

Vorbeugen: Hund abtrocknen, wasserdichten Regenmantel nutzen. Zu groß? Müllsack mit Löchern als Alternative, schlägt Danna vor.