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Schießpulver und Hunde: Die Risiken verstehen und Ihren Vierbeiner schützen

Von Aly Semigran

Egal, ob Sie Ihren Hund auf die Jagd mitnehmen oder ihn in der Nähe von Feuerwerken an Feiertagen halten – sei es in Ihrem Garten oder öffentlich: Die Gefahren von Schießpulver für Hunde sind ernst zu nehmen. Als erfahrene Tierärzte raten Experten dringend zur Vorsicht.

Was ist Schießpulver?

„Das meiste Schießpulver besteht aus wenigen Zutaten: Kaliumnitrat (Salpeter), Kohlenstoff und Schwefel. Bei Feuerwerkskörpern können zusätzlich Chlorate, Aluminium, Kupfer und lösliches Bariumsalz enthalten sein“, erklärt Dr. Lindy West, DVM, von der West River Veterinary Clinic.

Ist Schießpulver schädlich für Hunde?

Wenn ein Hund Schießpulver aus Waffen oder Feuerwerkskörpern frisst, kann das ernste gesundheitliche Probleme verursachen.

„Meistens beobachten wir Erbrechen und Durchfall“, berichtet Dr. Charlotte Means, Direktorin für Toxikologie am Animal Poison Control Center der ASPCA. Der Kaliumnitrat-Anteil löst diese Magen-Darm-Beschwerden aus.

Obwohl die Aufnahme selten tödlich endet, kann sie zu niedrigem Blutdruck führen. Große Mengen bergen das Risiko einer Methämoglobinämie, bei der das Blut Sauerstoff nicht mehr richtig transportieren kann.

Beim Erbrechen könnte auch eine Hülse verschluckt worden sein, was Verstopfungen oder innere Verletzungen nach sich zieht. Rufen Sie sofort einen Tierarzt, wenn Sie Schießpulver oder Patronenhülsen vermuten.

Was tun, wenn Ihr Hund Schießpulver frisst?

Hunde erbrechen oft selbsttätig das Pulver – eine natürliche „Selbstdekontamination“, wie Means es nennt.

Trotzdem: Bei Verdacht auf Aufnahme aus Hülsen oder Feuerwerkskörpern sofort einen Tierarzt konsultieren, rät Dr. West.

Ihren Hund vor Schießpulver schützen

„Halten Sie Haustiere bei Feuerwerk fern oder im Haus“, empfiehlt West. „Finden Sie Feuerwerkskörper oder Munition beim Spaziergang oder zu Hause? Weg damit in den Müll!“

Means warnt vor illegalem Feuerwerk mit höheren Pulveranteilen. Halten Sie Hunde von Shows fern und suchen Sie danach nicht die Schauplätze auf.

„Am nächsten Tag könnte der Hund Asche fressen, inklusive gefährlicher Bariumsalze für Farbeffekte“, mahnt Means. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Sabbern, langsame Herzfrequenz, Muskelschwäche bis Lähmung, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Schock.

Bei Spaziergängen in Feuerwerksgebieten: Pfoten mit Babytuch oder feuchtem Lappen reinigen.

Der Mythos von aggressiven Hunden durch Schießpulver

Suchen Sie online nach „Hunde und Schießpulver“, stoßen Sie auf den Mythos, dass es Hunde aggressiver macht – etwa als Kampfhunde.

Dies ist nicht nur falsch, sondern gefährlich und grausam. Die National Shooting Sports Foundation verbietet es strikt. Mike Bazinet: „Niemand bei klarem Verstand füttert Schießpulver an Hunde oder Tiere. Punktum.“

Bild: heidi birch photos via Shutterstock