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Augenschutz für Hunde: Wann ist er wirklich sinnvoll? Rat von Tierärztinnen

Von Paula Fitzsimmons

Wenn Sie UV-Strahlen der Sonne abblocken oder die empfindliche Haut um die Augen schützen möchten, greifen Sie zu einer Sonnenbrille. Dasselbe gilt für lichtempfindliche Menschen oder solche, die sich bei Arbeit und Sport vor Verletzungen schützen müssen. Da Augenschutz die Augengesundheit fördert, fragen Sie sich zurecht: Braucht auch Ihr Hund eine Schutzbrille?

Warum Hunde Augenschutz brauchen

Es gibt zwei Hauptgründe für Augenschutz bei Hunden, erklärt Dr. Jessica Stine, zertifizierte Tierärztin für Augenheilkunde bei BluePearl Veterinary Partners in Clearwater, Florida. "Entweder schützt er vor Verletzungen oder vor Sonnenstrahlen – und für beides gibt es gute Belege."

Die Rasse spielt eine Rolle: Manche Hunderassen sind anfälliger für Augenprobleme und profitieren besonders. Blinde Hunde oder Arbeitshunde unter harten Bedingungen sind ideale Kandidaten. Sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Tierarzt.

Hunderassen, die von Augenschutz profitieren

Brachyzephale Rassen wie Boston Terrier, Shih Tzu oder Mops haben hervorstehende Augäpfel, betont Dr. Brady Beale, klinische Ausbilderin für Augenheilkunde an der University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine in Philadelphia. "Diese sind anfälliger für Abschürfungen, Geschwüre und Schnitte."

Ihre großen Augen nahe am Boden stoßen leicht an Pflanzen oder Gegenstände, ergänzt die zertifizierte Ophthalmologin Dr. Stine. "Schutzbrillen verhindern Selbstverletzungen draußen."

Sonneneinstrahlung verschlimmert chronische oberflächliche Keratitis (Pannus) bei Deutschen Schäferhunden oder Greyhounds, sagt Dr. Lucien Vallone, Assistenzprofessor für Augenheilkunde am College of Veterinary Medicine der Texas A&M University. Unbehandelt führt Pannus zur Erblindung. "Neben entzündungshemmenden Tropfen reduzieren Brillen die UV-Exposition effektiv."

Blinde Hunde mit Verletzungen oder Arbeitshunde wie Such- und Rettungshunde, Polizeihunde profitieren ebenfalls, so Dr. Peter Accola, Augenspezialist bei WVRC in Waukesha, Wisconsin. "Sie schützen vor Fremdkörpern, Stichen und Reizstoffen."

Augenschutz nach Operation oder Trauma

Nach Augenoperationen wie Katarakt-Entfernung ist Schutz essenziell, warnt Dr. Vallone. "Hunde kratzen oder reiben oft und verschlimmern Geschwüre."

Meist kommen elizabethanische Kragen (E-Kragen) zum Einsatz, die Kratzen verhindern. Dr. Jessica Meekins, Assistenzprofessorin an der Kansas State University, ergänzt: "Manchmal empfehlen wir stattdessen Brillen oder Visiere."

Achtung: Brillen dürfen nicht scheuern, mahnt Dr. Beale von Pet Emergency Treatment Services. "Ich habe gute Erfahrungen, aber nur bei passendem Sitz."

Schutz vor Sonnenschäden

UV-Licht schadet Hunden anders als Menschen: Grauer Star entsteht bei ihnen eher erblich oder durch Diabetes, erklärt Dr. Meekins. "Sie leben zu kurz für kumulative UV-Schäden." Dennoch verschlimmert UV Pannus und erhöht selten das Krebsrisiko (Plattenepithelkarzinom).

Dr. Accola empfiehlt Brillen bei Pannus: "UV trägt zur Schwere bei – Reduktion der Exposition hilft."

Hilfe bei Augenschmerzen

Augenschutz lindert Schmerzen durch Hornhautverletzungen, sagt Dr. Vallone. Symptome: Schielen, Rötung, Tränen, Reiben, Lethargie. "Frühe tierärztliche Hilfe verhindert Komplikationen", rät Dr. Stine. "Jeder schielende Hund gehört sofort zum Arzt."

Lichtempfindlichkeit kann durch Irisatrophie entstehen: Die Pupille verengt sich nicht mehr.

Welche Brille für Ihren Hund?

Passform ist entscheidend, warnt Dr. Meekins: "Manche Hunde gewöhnen sich nie dran." Wählen Sie Goggle-Modelle mit Riemen – keine Humanbrillen.

Sie muss Essen, Trinken und Orientierung erlauben, betont Dr. Vallone. Keine Korrekturlinsen nötig.

Beginnen Sie mit jährlichen Tierarztchecks (bei Älteren zweimal). Bei Freigabe: Hochwertige, bequeme Brille – Ihr Hund wirkt damit unwiderstehlich!