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4 Hitze-Risiken für Hunde und Katzen: Schutz-Tipps von Tierärztin Hanie Elfenbein

Von Hanie Elfenbein, DVM

Hunde und Katzen sind besonders hitzeempfindlich und können bei zu hoher Körpertemperatur rasch erkranken. Die normale Temperatur liegt bei 38–39,5 °C (100–103 °F). Steigt die Außentemperatur darüber, fällt es ihnen schwer, Wärme abzugeben – Hitzeschäden drohen. Ab 39,5 °C drohen gesundheitliche Probleme, über 41 °C (106 °F) ist es lebensgefährlich und erfordert sofortige tierärztliche Hilfe.

Als erfahrene Tierärztin zeige ich Ihnen vier häufige hitzebedingte Risiken bei Haustieren, Symptome, Behandlungen und bewährte Präventionstipps.

Hautfaltenpyodermie

Hunde und Katzen schwitzen nicht wie Menschen über die Haut, sondern hauptsächlich über die Pfoten und durch Hecheln. Hitzeausschlag wie beim Menschen gibt es bei ihnen nicht. Stattdessen droht bei Rassen mit Hautfalten oder übergewichtigen Tieren eine Infektion in den Falten – Hautfaltenpyodermie. Das führt zu starkem Juckreiz und Entzündungen.

Behandlung: Reinigen Sie die Falten mit medizinischem Shampoo gegen Hefen und Bakterien. Konsultieren Sie Ihren Tierarzt für Antibiotika, feuchtigkeitsspendende Tücher und Trockenhaltung.

Verbrennungen der Pfotenballen

Heißer Asphalt, Beton oder Pflaster können schwere Pfotenverbrennungen verursachen. Testen Sie: Können Sie Ihre Hand 5 Sekunden auf der Oberfläche halten, ohne Schmerz? Sonst ist es zu heiß für Ihren Hund. Wählen Sie Grünflächen oder schützende Hundeschuhe (auch bei Kälte nützlich). Verbrennungen heilen langsam, erfordern teure Verbände und belasten Ihr Tier.

Austrocknung

Spielen ohne Wasser führt schnell zu Dehydration – Unwohlsein und Folgeerkrankungen drohen. Nehmen Sie immer Wasser mit, bieten Sie Pausen an. Tipp: Gefrorene Wasserflasche für Wanderungen – schmilzt zu kühlendem Trinkwasser und kühlt Ihr Picknick.

Hitzeerschöpfung

Normales Hecheln ist harmlos, Atemnot nicht. Symptome:

  • Übermäßiges Hecheln
  • Sabbern
  • Gerötetes Zahnfleisch
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Geistige Dumpfheit
  • Unkoordinierte Bewegungen
  • Kollaps

Handeln Sie sofort: Kühlen Sie mit kaltem (nicht heißem!) Wasser, lassen Sie trinken. Rufen Sie den Tierarzt/Notfall an – sie leiten Sie je nach Symptomen und Entfernung.

Risikofaktoren für hitzebedingte Erkrankungen

Hunde sind bei Ausflügen gefährdet: Gehen Sie im Tempo Ihres Tiers, machen Sie Wasser- und Schattenpausen. Indoor-Katzen profitieren von Klimaanlage, Freigänger suchen Schatten. Besonders gefährdet: Freigänger ohne Wasser oder Eingesperrte.

Brachycephalen-Rassen (Bulldoggen, Boxer, Mops), Jungtiere/Altersstarken, Fettleibige oder langhaarige Kälteanpasser. Gewöhnen Sie Hunde langsam an Hitze: Kurze Morgen-/Abendspiele, schrittweise steigern – immer mit Schatten und Wasser.