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5 bewährte Tipps zur Tollwutprävention bei Hunden – Ratgeber von Tierärztin Hanie Elfenbein, DVM

Von Hanie Elfenbein, DVM

Tollwut ist eine furchterregende Viruserkrankung, die durch Bisse oder Kratzer infizierter Tiere übertragen wird. Der Speichel oder das Blut muss in den Blutkreislauf Ihres Hundes gelangen. Auch Kontakt mit Augen, Mund oder Nase kann die Infektion auslösen. Hunde sind weltweit die Hauptüberträger auf Menschen, da sie eng miteinander leben.

Sobald Symptome auftreten, ist Tollwut tödlich. Es gibt keine Therapie, nur vorbeugende Maßnahmen. Als erfahrene Tierärztin empfehle ich diese fünf Schritten, um das Risiko für Ihren Hund zu minimieren.

Halten Sie die Tollwutimpfung Ihres Hundes aktuell

Die zuverlässigste Schutzmaßnahme ist die regelmäßige Tollwutimpfung. Je nach Landesrecht und Gesundheitszustand hält sie 1 bis 3 Jahre. Sie schützt Ihren Hund bei Exposition gegenüber infizierten Tieren. Bei Verdacht auf Biss: Sofort zum Tierarzt! Er verabreicht eine Auffrischung und überwacht auf Infektionen. Fangen Sie das Wildtier nicht ein, notieren Sie aber Art und Umstände.

Bei aktueller Impfung kann Quarantäne zu Hause möglich sein (klären Sie örtliche Vorschriften). Bei abgelaufener Impfung droht längere Unterbringung beim Tierarzt oder der Tierkontrolle.

Vermeiden Sie Kontakt mit verletzten oder toten Wildtieren

Selbst ein offensichtlich angefahrenes Opossum kann tollwütig sein. Halten Sie Hunde und Kinder fern. Erwachsene berühren verletzte Wildtiere nur mit Schutzkleidung (Handschuhe, Tücher) und nur, wenn Sie wissen, wohin (z. B. Tierarzt für Einschläferung oder Tests). Viele Kliniken nehmen Wildtiere an; nur wenige behandeln sie.

In den USA impfen Programme Wildtiere, um Übertragungen auf Haustiere und Menschen zu verhindern.

Beaufsichtigen Sie Ihren Hund draußen

Beim Jagen von Eichhörnchen oder Kaninchen drohen Bisse oder Kratzer. Tollwütige Tiere wirken oft ungewöhnlich: aggressiv, unruhig, an falschen Orten/Zeiten oder gelähmt. Auch ohne sichtbare Symptome können sie infiziert sein – ein kleiner Kratzer wird leicht ignoriert, birgt aber Risiko.

Melden Sie kranke oder tote Tiere

Ein tagsüber aktiver Waschbär mit aggressivem Verhalten? Rufen Sie Hilfe! Fangen Sie Wildtiere nie selbst! Kontaktieren Sie die örtliche Polizei (Nicht-Notruf); sie leitet an Tierkontrolle weiter. Bei Verdacht testet man das Tier und warnt die Nachbarschaft.

Bleiben Sie über Tollwut in Ihrer Region informiert

Erfahren Sie, welche Tiere lokal Tollwut übertragen: In den USA oft Fledermäuse (meiden Sie Schlafplätze, besonders Dämmerung). Regional Stinktiere oder Waschbären – fragen Sie beim Gesundheitsamt.

Die beste Prävention: Immer pünktlich impfen. Geimpfte Hunde stoppen die Ausbreitung. Als verantwortungsvoller Hundebesitzer schützen Sie so Ihr Tier am effektivsten.

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