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5 tierarztgeprüfte Tipps: Ohrinfektionen bei Hunden vorbeugen

Von Paula Fitzsimmons

Wenn Ihr Hund Schlappohren hat, unter Allergien leidet oder ein passionierter Schwimmer ist, kennen Sie Ohrinfektionen wahrscheinlich zur Genüge. Diese sind bei Hunden häufig, lassen sich aber mit einfachen Maßnahmen effektiv vorbeugen.

Bei Verdacht auf eine Ohrentzündung sofort den Tierarzt kontaktieren: "Sofortige Behandlung ist essenziell, um Komplikationen wie Trommelfellriss, Mittel- oder Innenohrentzündung und Hörverlust zu verhindern", erklärt Dr. Alli Troutman, ganzheitliche Tierärztin beim Integrative Veterinary Service in Brookfield, Wisconsin.

Symptome sind deutlich: Der Hund schüttelt häufig den Kopf, neigt ihn mit dem betroffenen Ohr nach unten, und es riecht sauer. Das Ohr wirkt geschwollen, rot und entzündet mit feuchten Absonderungen, sagt Dr. Beth Boynton, Professorin für Wellness am Western University College of Veterinary Medicine in Pomona, Kalifornien.

Schonen Sie Ihren Hund unnötiges Leid und sparen Sie Tierarztkosten mit diesen von Experten empfohlenen Tipps.

1. Ursachen abklären

Ohrinfektionen signalisieren oft ein tieferes Problem, betont Dr. Alexandra Gould von der Dermatologischen Klinik für Tiere in Tacoma, Washington. "Nur durch Behandlung der Ursache lassen sie sich dauerhaft verhindern." Häufige Auslöser: Allergien, Fremdkörper wie Gräser, hormonelle Störungen, Autoimmunerkrankungen oder Tumore.

Allergien spielen eine Schlüsselrolle: "Hautentzündungen begünstigen Reizungen und Wärme, der enge Gehörgang fördert Hefen und Bakterien", erläutert Dr. Michael Lund, Veterinärleiter der ASPCA-Abteilung für Gemeinschaftsmedizin in New York.

Hunde reagieren auf Umweltallergene wie Pollen, Gras, Milben oder Flöhe – daher Flohprophylaxe nicht vergessen. Auch Futter kann schuld sein: Nahrungsmittelallergien gegen Rind, Milchprodukte oder Weizen sind in den USA üblich, weiß Boynton.

2. Ohren trocken halten

"Hefe und Bakterien lieben Feuchtigkeit – Schlappohren wie bei Cocker Spaniels oder Retrievern sind ideale Brutstätten", warnt Lund. Reinigen und trocknen Sie alle 5–10 Tage, besonders nach Baden oder Schwimmen.

"So wird Feuchtigkeit entfernt, bevor Keime sich ansiedeln", rät er. Beim Baden Wattebausch in die Ohrmuschel legen (nicht tief schieben), sagt Dr. Jill Abraham, Dermatologin bei BluePearl Veterinary Partners in New York. Danach entfernen und mit Tuch abtrocknen.

3. Ohren richtig reinigen

Heben Sie die Ohrmuschel an, träufeln Sie tierarztempfohlene Lösung in den Gang oder tränken Sie einen Wattebausch damit. Massieren Sie sanft 20–30 Sekunden, lassen Sie schütteln und wischen Sie mit trockenen Wattepads nach – nie Q-Tips tief einführen, warnt Abraham: "Das drückt Schmutz tiefer und schädigt das Trommelfell."

Der beste Ohrenreiniger für Hunde?

Vermeiden Sie Hausmittel wie verdünntes Wasserstoffperoxid, Essig oder Alkohol – sie enthalten oft Wasser und fördern Infektionen, rät Lund. Lassen Sie sich vom Tierarzt eine auf Ihren Hund abgestimmte Lösung empfehlen.

4. Nahrungsergänzungen nutzen

Keine vollwertige Ernährung ersetzen, aber Ergänzungen können helfen – immer tierärztlich abklären. Bei Allergien Omega-3-Fettsäuren (z. B. Fischöl): "Sie dämpfen Entzündungen in Ohren und Pfoten", sagt Lund.

Probiotika stärken das Immunsystem über den Darm: "Gesunder Darm bedeutet starkes Immunsystem", formuliert Troutman.

5. Ohrhaare zupfen überdenken

"Nicht rupfen, wenn es nicht nötig ist", rät Abraham. Bei gesunden Ohren: Finger weg. Bei wiederholten Infektionen und behaarten Kanälen kann es lichten helfen – aber professionell vom Groomer oder Tierarzt machen, um Verletzungen zu vermeiden.

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