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Sichere Anwendung von Herzwurm-Präventivmedikamenten bei Katzen: Experten-Tipps von Tierärztin Jennifer Kvamme

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Richtige und sichere Anwendung von Herzwurm-Präventivmedikamenten bei Katzen

Von Jennifer Kvamme, DVM

Es ist deutlich günstiger, einfacher und sicherer, unsere Katzen von Herzwürmern fernzuhalten, als eine ausgewachsene Infektion zu behandeln. Entscheidend ist jedoch die korrekte Anwendung der Schutzmittel – zum Wohle Ihrer Katze und Ihrer eigenen Sicherheit.

Konsultieren Sie immer zuerst Ihren Tierarzt

Bevor Sie ein Herzwurm-Präventivum auswählen, holen Sie den Rat Ihres Tierarztes ein. Er stellt sicher, dass Sie die passende Dosierung für Alter, Gewicht und Gesundheitszustand Ihrer Katze erhalten und nur zugelassene Produkte verwenden. Ein Rezept gibt er nur, wenn ein negativer Herzwurmtest vorliegt.

Es gibt vielfältige Präventiva, viele mit Zusatzeffekten gegen Darm- und Ektoparasiten.

Orale Herzwurm-Präventiva für Katzen

Häufige Wirkstoffe sind Ivermectin und Milbemycin. Ivermectin wird seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt und verursacht in korrekter Dosierung selten Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall oder Koordinationsstörungen. Allergische Reaktionen können Juckreiz, Schwellungen, Krämpfe oder Schock auslösen. Beobachten Sie Ihre Katze nach jeder Gabe genau – Sensibilisierungen können jederzeit entstehen.

Topische Herzwurm-Präventiva für Katzen

Moderne Spot-on-Präparate schützen vor Herzwürmern, Flöhen, Zecken, Milben und mehr. Wirkstoffe wie Selamectin und Moxidectin werden über die Haut aufgenommen, lagern sich in den Talgdrüsen und wirken langanhaltend.

Tragen Sie sie sorgfältig auf: Teilen Sie das Fell zwischen den Schulterblättern, applizieren Sie direkt auf die Haut. Vermeiden Sie Kontakt mit Ihrer Haut oder Augen, waschen Sie die Hände gründlich oder nutzen Sie Handschuhe. Befolgen Sie die Packungsanweisungen. Halten Sie die Katze 30 Minuten drinnen, trennen Sie sie von Kindern, anderen Tieren – besonders bei Mehrkatzenhaushalten, da Lecken eine Überdosierung riskiert.

Nebenwirkungen sind rar, umfassen aber Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Keuchen oder Zittern. Allergien ähneln denen bei Ivermectin; Haarausfall an der Stelle ist möglich.

Weitere wichtige Sicherheitstipps

Hier einige essenzielle Hinweise für die Herzwurm-Prophylaxe:

  • Fragen Sie Ihren Tierarzt vorab nach Dosierung und geeigneten Präparaten.
  • Lesen Sie Etiketten gründlich vor der Anwendung.
  • Lagern Sie Medikamente kindersicher und tierfern, idealerweise verschlossen.
  • Überwachen Sie auf Nebenwirkungen und melden Sie Probleme dem Tierarzt.
  • Geben Sie nie zwei Herzwurm-Präventiva gleichzeitig.
  • Erkundigen Sie sich, ob eine ganzjährige Prophylaxe in Ihrer Region sinnvoll ist – besonders in warmen Gebieten mit ganzjährigen Mücken.