Am 9. Oktober 2018 von Jennifer Coates, DVM, auf Genauigkeit geprüft und aktualisiert
Hat sich bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze kürzlich etwas zusätzliches Gewicht angesammelt? Wenn Ihr Vierbeiner etwas pummelig wirkt, könnten Sie selbst der Auslöser sein.
Hier sind sieben gängige Fehler von Haustierbesitzern, die bei Hunden und Katzen zu einer Gewichtszunahme führen können.
Sie schätzen die Futtermenge statt sie abzumessen
Wenn Sie das Futter Ihres Hundes nicht genau portionieren und einfach den Napf füllen, können Sie unmöglich wissen, ob es zu viel ist.
„Wenn ich Besitzer frage, wie viel sie füttern, haben die meisten keine genaue Vorstellung“, erklärt die ganzheitliche Tierärztin Dr. Judy Morgan, DVM, die regelmäßig zu Haustierernährung vorträgt und schreibt. „Mit einem Messbecher zeige ich ihnen, wie viel eine Tasse Futter wirklich ausmacht – das staunt sie immer an.“
Dr. Morgan rät: Wechseln Sie sofort auf einen Messbecher. Lesen Sie die Packungsanweisung für die richtige Menge basierend auf dem Idealgewicht oder fragen Sie Ihren Tierarzt. So füttern Sie jedes Mal präzise.
Bei Hunden und Katzen kann freies Fressverhalten zu Überessen führen. Wenn Sie tagsüber abwesend sind, nutzen Sie einen programmierbaren Futterautomaten mit Portionskontrolle wie den Aspen Pet LeBistro Futterautomaten – so hat Ihr Tier Zugang zum Futter, aber nur in Maßen.
Sie geben hier und da eine Extra-Leckerli
Hunde brauchen laut Dr. Morgan etwa 20-30 Kalorien pro Pfund Körpergewicht täglich. „Bei einem 20-Pfund-Hund sind das rund 500 Kalorien pro Tag, bei sesshaften Tieren vielleicht nur 400“, sagt sie. „Viele Fertig-Leckerlis sind kalorienreich und zuckerhaltig.“
Dr. Justin Shmalberg, DVM, einer der wenigen zertifizierten Tierernährungsexperten in den USA, bestätigt: „Leckerlis, besonders Hundekekse, machen oft mehr als ein Drittel des Tagesbedarfs aus.“ Bei einem 50-Pfund-Hund mit 1000 Kalorienbedarf können fünf Kekse à 40 Kalorien 20 % überschreiten – im Jahr reicht das für deutliche Fettpolster.
Um Ihren Hund ohne Leckerlis zu beschäftigen, eignet sich ein interaktiver Napf wie der Outward Hound Fun Feeder: Er verlangsamt das Fressen und hält den Hund länger aktiv.
Sie berücksichtigen Trainingsleckerlis nicht
Leckerlis sollten maximal 10 % der täglichen Kalorien ausmachen und in die Gesamtzufuhr einfließen, rät Dr. Shmalberg. „Teilen Sie größere Leckerlis und tracken Sie die Kalorien.“
Dr. Morgan empfiehlt kalorienarme Optionen wie PureBites – getrocknetes Fleisch und Innereien, leicht portionierbar. Lesen Sie Etiketten, besonders beim Training, wo viele Stücke benötigt werden.
Sie reduzieren Spaziergänge plötzlich
Kürzere Runden halbieren nicht nur die Distanz, sondern auch die verbrannten Kalorien, warnt Dr. Shmalberg. Bewegung allein ersetzt jedoch keine Kalorienreduktion bei Übergewicht.
In einer Studie mit Unterwasserlaufband-Training stieg der Kalorienverbrauch bei Hunden nur um 5 % nach 30 Minuten – hilfreich, aber kein Gamechanger.
Sie füttern minderwertiges Futter
Minderwertiges Futter kann Gewichtszunahme begünstigen, sagt Dr. Morgan. Es gibt jedoch keinen einzelnen „Schuldigen“-Inhaltsstoff, betont Dr. Shmalberg: „Es geht um Kalorienüberschuss gegenüber Bedarf.“
Wählen Sie hochwertige, ausgewogene Futtermittel. Im Zweifel: Tierarzt konsultieren.
Sie nutzen keine Diätfutter (obwohl nötig)
Verschreibungspflichtige Futtermittel wie Hill's Prescription Diet r/d für Hunde oder Katzen können bei Übergewicht helfen. Studien belegen ihren Effekt, doch sie sind nicht immer die beste Wahl, sagt Dr. Shmalberg. Lassen Sie Ihren Tierarzt entscheiden – ballaststoffreiche Varianten schmecken manchen Tieren nicht.
Sie sind zu großzügig mit Tischresten
Menschenfutter ist okay in Maßen und passender Art, z. B. ein Ei minus 75-100 Kalorien aus dem Hauptfutter, rät Dr. Morgan. Vermeiden Sie Fettreiches wie Soßen oder Fleischreste.
Dr. Shmalberg: Ein 10-Pfund-Chihuahua braucht 280 Kalorien – eine halbe Wurstscheibe sind schon 20 % mehr. Fettreiches Essen birgt Risiken wie Pankreatitis.
Von Diana Bocco