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Sichere Anwendung von Floh- und Zeckenmitteln bei Katzen: Experten-Tipps von Tierärztin Jennifer Kvamme

Richtige und sichere Anwendung von Floh- und Zeckenmitteln bei Katzen

Von Jennifer Kvamme, DVM

Als Tierärztin mit langjähriger Erfahrung rate ich: Lesen Sie die Etiketten aller Produkte sorgfältig durch, bevor Sie Floh- und Zeckenmittel für Ihre Katze auswählen. Wählen Sie die passende Dosierung basierend auf Alter, Gewicht und Gesundheitszustand Ihres Tieres. Besondere Vorsicht ist geboten bei jungen, alten, schwangeren, stillenden, kranken oder geschwächten Katzen sowie bei Tieren mit früheren Unverträglichkeiten.

Verwenden Sie niemals Hundeprodukte bei Katzen – und umgekehrt. Bei Unsicherheiten konsultieren Sie immer Ihren Tierarzt, unabhängig davon, wo Sie die Mittel kaufen.

Praktische Tipps zur Anwendung

Halten Sie sich strikt an die Packungsanweisungen: Tragen Sie genau die vorgesehene Menge auf und kombinieren Sie nie mehrere Produkte gleichzeitig. Ein einziges Spot-on- oder Spray reicht in der Regel aus, um Flöhe und Zecken für den angegebenen Zeitraum zu bekämpfen.

Schützen Sie sich mit Einweghandschuhen während der Anwendung. Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Seife und Wasser danach. Entsorgen Sie leere Behälter korrekt und halten Sie Kinder fern, bis das Mittel eingezogen oder getrocknet ist.

In Mehrkatzenhaushalten trennen Sie die Tiere vorübergehend, um gegenseitiges Lecken und eine Aufnahme der Wirkstoffe zu vermeiden.

Auf Nebenwirkungen achten

Beobachten Sie Ihre Katze nach der Behandlung stundenlang genau, besonders beim ersten Mal. Bewahren Sie die Verpackung mindestens 24 Stunden auf, um Inhaltsstoffe und Hersteller kontaktieren zu können.

Anzeichen einer Unverträglichkeit gegenüber Pestiziden sind:

  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • Stolpern oder Koordinationsstörungen (Ataxie)
  • Übermäßiges Sabbern oder Schaum vor dem Mund
  • Zittern (Anfälle)
  • Appetitlosigkeit
  • Schwere Depression

Bei ungewöhnlichem Verhalten sofort den Tierarzt rufen und die Katze mit Seifenwasser und viel Spülung baden.

Vorfälle melden

Die US-amerikanische FDA warnte 2009 vor Risiken bei Spot-on-Produkten für Hunde und Katzen. FDA und EPA arbeiten eng zusammen, um Etiketten zu verbessern, Anweisungen zu vereinfachen und Nebenwirkungen zu minimieren. Sie überwachen Meldungen akribisch.

Bei Verdacht auf Reaktionen: Tierarzt kontaktieren – dieser meldet an die zentrale Stelle der EPA. Informieren Sie auch den Hersteller (Kontaktdaten auf der Packung). Alle Firmen müssen Vorfälle der EPA berichten.

Mit Tierarztberatung, genauer Dosierung und korrekter Technik minimieren Sie Risiken erheblich. So schützen Sie Ihr geliebtes Tier effektiv.