Von Ashley Gallagher, DVM
Arthritis ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Hunden und Katzen mittleren bis höheren Alters. Als degenerative Gelenkerkrankung verursacht sie chronische Schmerzen und mindert die Lebensqualität erheblich. Sie entsteht durch Instabilität im Gelenk, die zu abnormalen Bewegungen der Knochen führt. Der Knorpel, der die Gelenke polstert, verschleißt dadurch, sodass Knochen aufeinander reiben – mit Entzündungen und anhaltenden Schmerzen als Folge.
Arthritis bei Hunden und Katzen frühzeitig erkennen
Das klarste Symptom ist Hinken. Doch es gibt subtile Anzeichen: Ältere Haustiere wirken oft "langsamer". Ihr Hund stürmt nicht mehr die Treppe hoch oder erholt sich ewig nach dem Spielen? Früher folgte er Ihnen durchs Haus, jetzt bleibt er lieber liegen? Das deutet auf Mobilitätsprobleme hin.
Bei Katzen, die natürlicherweise weniger aktiv sind, äußert sich Arthritis anders. Sie könnten draußen urinieren oder koten, weil das Springen in die Toilette schmerzt. Oder sie putzen sich übermäßig an einer Stelle – ein Hinweis auf lokalen Schmerz. Tipp: Bei Verhaltensänderungen sofort den Tierarzt konsultieren.
Ist Ihr Haustier für Arthritis anfällig?
Große Rassen wie Labrador Retriever oder Deutsche Schäferhunde haben oft genetische Prädispositionen für Hüft- und Ellenbogenprobleme. Fördern Sie gesundes Wachstum mit speziellem Welpenfutter für große Rassen: Es balanciert Nährstoffe, damit Knochen und Gelenke richtig wachsen. Zu schnelles Wachstum führt zu Fehlbildungen.
Arthritis vorbeugen und behandeln: Bewährte Strategien
Das Beste zur Vorbeugung: Ideales Gewicht halten. Übergewicht belastet Gelenke enorm. Spüren Sie "Polster" an Rippen oder Bauch? Lassen Sie das vom Tierarzt prüfen und starten Sie einen Abnehmplan.
Therapeutische Diäten aus dem Fachhandel sind ideal bei Mobilitätsstörungen. Sie enthalten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im optimalen Verhältnis, reduzieren Entzündungen und lindern Schmerzen. Unter tierärztlicher Aufsicht können arthritische Tiere in Wochen wieder agil werden. Oft empfohlen: Ergänzungen mit Glucosamin und Chondroitinsulfat zur Knorpelpflege und -reparatur.
Vermeiden Sie Eigeninitiative mit Supplements – sie stören das Nährstoffgleichgewicht und addieren Kalorien. Therapeutische Futtermittel sind kalorienarm, ausbalanciert und arthritis-spezifisch.
Bei Bedarf ergänzen Sie mit Medikamenten – immer multikausal angehen. Am besten: Vorbeugen! Halten Sie schlank und reagieren Sie bei Steifheit oder Hinken mit tierärztlichem Rat zu Diäten und Therapien.
Mehr entdecken
Leiden Hunde und Katzen an Alzheimer?
5 Krankheiten bei älteren Hunden, die Sie kennen sollten
Was Sie bei einem älteren Hund erwarten können
Erkrankung der unteren Harnwege bei Hunden: Was Sie wissen sollten