Von Jessica Remitz
Körperliche Entwicklung des Welpen
In den Monaten 4 bis 6 durchläuft Ihr Welpe eine intensive Wachstumsphase, die ihn beim Erkunden der Umgebung noch etwas ungeschickt wirken lässt. Zu dieser Zeit sind die meisten Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt. Bleiben Milchzähne trotz vorhandener bleibender Zähne erhalten, müssen diese entfernt werden, rät Louise Murray, DVM und Vizepräsidentin der ASPCA Tierklinik. Oft geschieht dies parallel zur Kastration oder Sterilisation, die in diesem Alter empfohlen wird, so Dr. Murray.
Es ist ideal, Ihren Welpe jetzt an Pflege-routinen zu gewöhnen – von täglichem Zähneputzen über Krallenschneiden, Bürsten bis hin zum Baden, empfiehlt Dr. Murray.
Welpenverhalten
Trotz abgeschlossener erster Sozialisationsphase lernen Welpen zwischen 4 und 6 Monaten weiter intensiv, erklärt Pamela Barlow, Tierverhaltensberaterin bei der ASPCA. Setzen Sie die Sozialisierung fort und lehren Sie höfliches Verhalten gegenüber erwachsenen Hunden.
Je nach frühen Erfahrungen variiert das Verhalten: Gut sozialisierte Welpen sind neugierig, kontaktfreudig und explorativ. Ohne richtige Lenkung kann diese Energie zu destruktivem Verhalten führen. Bieten Sie Auslastung durch robuste Kauspielzeuge, lange Spaziergänge und Apportierspiele, rät Barlow.
Welpenfutter
Füttern Sie mit hochwertigem Welpenfutter, speziell für diese Phase entwickelt, so Dr. Murray. Die Mahlzeiten sind häufiger als bei Adult-Hunden, aber seltener als bei Jüngeren. Lassen Sie Futtermenge und Plan vom Tierarzt abstimmen.
Welpengesundheit
Mit 4 Monaten erhalten Welpen die letzte Impfrunde, angepasst an Lebensstil und Wohnort, sagt Dr. Murray. Kastration oder Sterilisation ist ratsam: Bei Hündinnen mindert sie Brustkrebsrisiko und verhindert Gebärmutter-/Eierstockkrebs (laut petMD); bei Rüden reduziert sie Prostata-Probleme und eliminiert Hodenkrebs. Beides kann Verhaltensstörungen vorbeugen.
Welpentraining
Grundbefehle wie "Sitz", "Platz", "Bleib" und sicheres Leinenlaufen sollten jetzt erlernt werden, empfiehlt Barlow. Belohnen Sie mit Leckerlis, Lob und Spiel.
Integrieren Sie Impulskontrolle: Warten an der Tür, vor Futter oder Spielzeug. Melden Sie sich für einen Gruppenkurs mit positiver Verstärkung an – "Welpen lernen nur zu Hause gut zu sein, wenn sie nur dort trainiert werden", warnt Barlow. Ablenkende Umgebungen fördern Manieren für Zuhause und Öffentlichkeit.
Weitere Tipps zur Welpenpflege
Welpen lernen Teilen: Bringen Sie "Aus" mit Leckerlis bei, vermeiden Sie Necken mit Spielzeug und lassen Sie warten vor Futter, um Ressourcenaggression zu verhindern, rät Barlow.
Bei Angst oder Aggression zu Neuem: Zwingen Sie nicht, folgen Sie stattdessen einem schrittweisen Desensibilisierungsplan eines Profis. Finden Sie hier einen zertifizierten Hundetrainer.