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Ihr Welpe in den Monaten 6 bis 9: Entwicklung, Pflege und Trainingstipps von Experten

Ihr Welpe in den Monaten 6 bis 9: Entwicklung, Pflege und Trainingstipps von Experten

von Jessica Remitz

Von der Geburt bis zum Erwachsenwerden durchläuft Ihr Welpe eine faszinierende Entwicklungsphase. Er lernt, wächst und wird zu einem glücklichen, gesunden Hund, der hoffentlich 10 bis 15 Jahre Ihr treuer Begleiter ist. Bereiten Sie die Heimkehr vor oder meistern Sie die ersten Monate gemeinsam, indem Sie sich über Wachstum, Pflege und Training in den Monaten 6 bis 9 informieren – gestützt auf Empfehlungen von Tierärztin Louise Murray, DVM und Vizepräsidentin des ASPCA Animal Hospital, sowie Verhaltensexpertin Victoria Wells vom ASPCA-Adoptionszentrum.

Körperliche Entwicklung Ihres Welpen

In den Monaten 6 bis 9 wächst Ihr Welpe rasant weiter und betritt die Adoleszenzphase – die "Teenagerzeit". Zu diesem Zeitpunkt sollten alle Milchzähne ausgefallen und durch bleibende Zähne ersetzt sein. Bleiben Milchzähne erhalten, konsultieren Sie umgehend Ihren Tierarzt zur Entfernung, rät Dr. Murray. Solche Reste erscheinen oft als kleiner Zahn neben dem bleibenden.

Ideal ist die Kastration oder Sterilisation zwischen 4 und 6 Monaten, spätestens vor der ersten Läufigkeit bei Hündinnen. Laut petMD minimiert die Sterilisation bei Hündinnen das Brustkrebsrisiko erheblich und schließt Gebärmutter- oder Eierstockkrebs aus. Bei Rüden reduziert die Kastration Prostataerkrankungen und eliminiert Hodenkrebs. Beide Maßnahmen können Verhaltensprobleme mindern, während Ihr Welpe heranreift, betont Dr. Murray.

Verhalten Ihres Welpen

Mit der Geschlechtsreife formt sich die adulte Persönlichkeit. Ihr Welpe testet Grenzen, reagiert möglicherweise nachlassend auf Kommandos und bekämpft Langeweile durch Kauen an Schuhen oder Möbeln – die aktivste Lebensphase, erklärt Victoria Wells, Senior Manager für Verhalten und Training beim ASPCA.

Unkastrierte Welpen ignorieren Familienmitglieder zugunsten von Artgenossen. Gekastrierte Hunde bleiben verspielt, erfordern aber konsequentes Training gegen ruppiges Spiel. Mit bleibenden Zähnen fördern Sie Impulskontrolle durch Spiele, bei denen sie Gegenstände auf Kommando loslassen, um Beißen zu vermeiden, rät Wells.

Ernährung für Ihren Welpen

Füttern Sie weiterhin Welpenfutter für wachstumsfördernde Nährstoffe, reduzieren Sie aber von drei auf zwei Mahlzeiten täglich. Rassespezifische Bedürfnisse klären Sie mit Ihrem Tierarzt, empfiehlt Dr. Murray. Diskutieren Sie zudem monatliche Schutzmaßnahmen gegen Herzwürmer, Flöhe und Zecken.

Gesundheit Ihres Welpen

Bis zum 6. Monat ist die Grundimpfserie (idealerweise in Woche 8, 12 und 16) abgeschlossen. Kastration/Sterilisation schützt vor Krebs, wie oben beschrieben. Gewöhnen Sie Ihren Welpe an Pfoten- und Maulführung für Krallenschneiden und Zahnputzen. Täglich bürsten mit Hundezahnbürste oder feuchter Gaze am Finger – schrittweise einführen, um Stress zu vermeiden, rät Dr. Murray.

Trainingstipps für Ihren Welpen

In der Pubertät konsequent grundlegendes Training fortsetzen: Rückruf, Impulskontrolle (Warten auf Spielzeug/Leckerli) und "Nein". Wells empfiehlt viel Auslastung durch Bewegung, ergänzende Gehorsamseinheiten und enge Aufsicht zu Hause.

Weitere Pflegetipps

Vorteile dieses Alters: Bessere Blasenkontrolle und mehr Unabhängigkeit. Dennoch brauchen sie Aufsicht, Welpensicherung und weniger Schlaf – mit enthusiastischem Spieltrieb. Wells vergleicht es mit einem Teenager: Konsequente Regeln und Ausdauertraining sind essenziell.

Weitere Informationen:

Foto mit freundlicher Genehmigung der ASPCA.