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Brunstsymptome nach Kastration bei Katzen: Eierstock-Remnant-Syndrom erklärt

Eierstock-Remnant-Syndrom bei Katzen

Die Ovariohysterektomie, auch als Kastration oder Sterilisation bekannt, entfernt bei weiblichen Katzen Gebärmutter und Eierstöcke. Dadurch enden normalerweise die Brunstzyklen (Östrus). Manche Katzen zeigen jedoch weiterhin Brunstsymptome, weil während der Operation kleines, funktionsfähiges Eierstockgewebe übersehen und belassen wurde. Dieses Gewebe produziert weiterhin Hormone und löst Verhaltensweisen aus. Solche Anzeichen treten oft innerhalb weniger Tage nach dem Eingriff auf. Als Tierärzte mit jahrelanger Erfahrung in der Katzenchirurgie raten wir, bei Verdacht schnell zu handeln.

Symptome und Typen

  • Übermäßige Lautäußerungen (Miauen)
  • Lordose (Anheben des Beckens zur Paarungsbereitschaft)
  • Unruhe und Nervosität
  • Kopfreiben an Objekten
  • Herumrollen am Boden
  • Schwanzabweichung zur Seite
  • Schwellung der Vulva
  • Bereitschaft zum Geschlechtsverkehr

Ursachen

  • Unvollständige Entfernung beider Eierstöcke
  • Anormales Eierstockgewebe (z. B. Reste oder Zysten)
  • Seltener: Supranumerärer Eierstock (zusätzlicher Eierstock)

Diagnose

Geben Sie uns eine detaillierte Krankengeschichte: Wann trat die Kastration auf? Welche Symptome zeigen sich seitdem? Wir führen eine gründliche körperliche Untersuchung durch. Standardtests umfassen Blutbild (CBC), Biochemie und Urinanalyse – oft sind diese unauffällig.

Spezifischere Hormontests messen Östrogen- und Progesteronspiegel, die bei kastrierten Katzen erhöht sind. Eine Vaginalzytologie bestätigt den Brunststatus. Ultraschall erkennt Eierstockreste. Bei Unklarheit kann eine explorative Bauchoperation notwendig sein, um Gewebe zu entfernen und zu bestätigen.

Behandlung

Nach positiver Diagnose empfehlen wir eine Zweitoperation zur vollständigen Entfernung des Restgewebes. Dies löst das Problem dauerhaft.

Leben zu Hause und Nachsorge

Die Prognose ist exzellent: Symptome verschwinden rasch nach der Entfernung. Geben Sie postoperativ Schmerzmittel und ggf. Antibiotika wie verordnet. Folgen Sie unseren Ernährungs- und Pflegeratschlägen strikt. Keine eigenen Medikamente oder Ergänzungen ohne Rücksprache!