Mit zunehmendem Alter durchlaufen unsere Katzen wesentliche körperliche Veränderungen – und damit auch ihre Ernährungsbedürfnisse. Viele Katzenbesitzer füttern ihre Senioren unwissentlich zu reichhaltig, was zu Übergewicht, Fettleibigkeit und damit verbundenen Erkrankungen führt. Basierend auf langjähriger Erfahrung in der Tierernährung raten wir: Passen Sie die Futterration gezielt an.
Der Stoffwechsel verlangsamt sich im Alter, der Bedarf an Kalorien und Fett sinkt. Katzen bleiben oft bis ins hohe Alter vital, doch achten Sie auf Gewichtsveränderungen und justieren Sie die Ernährung entsprechend. Regelmäßige Kontrollen sind hier entscheidend.
Gesundheit und Krankheitsprävention
Ältere Katzen bergen ein höheres Risiko für Nieren- und Herzkrankheiten, Diabetes, Arthritis oder Krebs. Das Immunsystem schwächt sich ab, Infektionen heilen langsamer. Manche Rassen sind genetisch prädisponiert. Spezielle Diäten mildern diese Risiken ab: Hochverdauliche Proteine bei Nierenproblemen, natriumarmes Futter bei Herzleiden, Antioxidantien für die Gehirnfunktion und Omega-3-Fettsäuren plus Antioxidantien bei Krebs.
Je nach Gesundheitszustand kann eine Diätänderung das Fortschreiten von Erkrankungen bremsen und Symptome lindern. Hochverdauliche Fette und Proteine entlasten den Verdauungstrakt, werden besser aufgenommen und schonen Energiereserven.
Stärken Sie das Immunsystem präventiv mit Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren – sie boosten die Abwehrkräfte und Selbstheilung. Auch ohne Krankheit lohnt sich diese Anpassung als Schutzmaßnahme. Konsultieren Sie immer Ihren Tierarzt für maßgeschneiderte Empfehlungen.
Regelmäßige Untersuchungen sind essenziell
Um die Gesundheit Ihrer Katze langfristig zu sichern, bleiben tierärztliche Checks unverzichtbar – genau wie in der Jugend. Der Tierarzt überwacht Organfunktionen, erkennt Defizite früh und empfiehlt passende Futtermittel. Jährliche Untersuchungen spotten Symptome, bevor sie sichtbar werden, und sparen Kosten sowie Leid.
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