Wie viel kostet die Adoption eines Hundes?
Von Jackie Kelly
Eine der häufigsten Fragen potenzieller Hundebesitzer lautet: „Warum sind Adoptionsgebühren so hoch? Sollte die Adoption nicht kostenlos oder zumindest sehr günstig sein?“
Doch denken Sie daran: Sie bekommen, wofür Sie zahlen. „Das Großartige an Adoptionen ist, dass Tierheime die meiste Vorarbeit übernehmen“, erklärt Gail Buchwald, Senior Vice President des ASPCA Adoption Center. „Von Impfungen und medizinischer Versorgung über Verhaltensbeurteilungen bis hin zu Kastration oder Sterilisation – alles ist erledigt. Wir schicken die Hunde mit Halsband, Leine, graviertem Anhänger, Transportbox und weiteren Essentials nach Hause, damit der Einstieg ins neue Zuhause reibungslos gelingt.“
Die Gebühren richten sich oft nach dem Alter des Hundes, aber hier eine detaillierte Aufschlüsselung der Leistungen, die ein seriöses Tierheim vor der Adoption erbringt.
Kastration/Sterilisation und medizinische Versorgung
„In einer Privatpraxis kosten Kastrationen oder Sterilisationen bei Hunden 200 bis 800 US-Dollar“, sagt Dr. Kate Gollon, Tierärztin bei der Animal Rescue League of Boston. Der Preis variiert je nach Größe, Geschlecht, Alter und Region, liegt aber oft höher als die gesamten Adoptionsgebühren von 200 bis 450 US-Dollar – Adoption spart also erheblich.
Gollon betont: Alle Hunde (auch Katzen und Kaninchen) werden vor der Adoption kastriert oder sterilisiert. Abgedeckt sind zudem: vollständige tierärztliche Untersuchung, Impfungen (gegen Staupe, Parvo, Tollwut, Zwingerhusten – altersgerecht), Herzwurmtest, Entwurmung, Floh- und Zeckenprophylaxe. Bei Bedarf erfolgen Bluttests, Röntgen oder zahnärztliche Checks, abhängig vom Zustand bei Aufnahme.
Mikrochip-Implantat
Nicht jedes Tierheim chippt, aber seriöse schon. Auch wenn Besitzer glauben, ihr Hund gehe nie verloren – Tierheime erleben es täglich durch Unfälle oder Katastrophen.
Buchwald: „Ein Mikrochip in einer Klinik kostet rund 40 US-Dollar plus Untersuchung. Im Tierheim ist er inklusive – für ca. 20 US-Dollar pro Tier.“
Nahrung, Unterbringung und Pflege
Monatskosten für Futter allein: 40 bis 60 US-Dollar, je nach Tierheim. Dazu kommen Spezialdiäten, Spielzeug, Leckerlis, Betten und mehr.
Zusätzliche Leistungen
Buchwald: Zur Adoption gehören Adoptionsgebühr (75–200 US-Dollar) und Lizenzgebühr (ca. 10 US-Dollar), je nach Einrichtung und Ort. Viele Organisationen bieten Fee-Waiver-Tage an.
Manche Tierheime inkludieren Starter-Futter, Halsband, Leine oder Marke. Bei Transport aus anderen Regionen fallen ggf. Frachtkosten an. Carolyn Curran, Leiterin der Animal Rescue League of Boston: „Extras wie Transportboxen gibt es gegen Spende.“
Die meisten Tierheime sind Non-Profits ohne staatliche Förderung. Adoptionsgebühren decken nur Teile ab – Spenden sichern den Betrieb, Personal und Versorgung. Transparenz ist Standard: Jede Gebühr wird erklärt.
Kosten nach der Adoption
Planen Sie Folgekosten: Innerhalb weniger Wochen Wellness-Check beim neuen Tierarzt. Curran: „Unsere Hunde sind geprüft, aber bauen Sie früh eine Beziehung auf – für plötzliche Probleme.“
Bei Anpassungsschwierigkeiten: Trainer oder Verhaltensberater. Tierheime beobachten Verhalten genau, doch es kann sich zu Hause ändern.
Zusätzliche Recherche: John Gilpatrick