Hunde sind von Natur aus Wächter ihrer Territorien. In freier Wildbahn warnen sie mit Bellen die Rudelmitglieder vor Eindringlingen. In unserer menschlichen Familie verhalten sie sich ähnlich: Bei klingelnder Tür bellt Ihr Hund, um Sie zu schützen. Mit den richtigen Methoden bringen Sie ihm bei, bei Besuchern ruhig zu bleiben. Warn- und Wachbellen
Ein warnendes Bellen ist hochfrequent und oft hysterisch – konstant oder in kurzen Serien. Ein Wachbellen klingt wie: Grrrrrrr-bell, bell-grrrrrrr. Die Intensität variiert je nach Abwehrbereitschaft, oft mit tieferem Ton und Knurren.
In beiden Fällen ist Ihr Hund hoch erregt, aufgeregt oder ängstlich. Er stürmt vor, springt hoch, knurrt oder rennt herum – oft eine Mischung davon. Der Stress führt zu Adrenalinüberschuss, weshalb Stillstand unmöglich ist. Ein Spielzeug oder eine Decke zum Halten im Maul kann helfen, die Situation zu entschärfen.
– Von Nicole Mackie
Die Autorin hat über 14 Jahre Erfahrung im Umgang, Training, Beobachten und Studieren von Hunden.
Interessanter Fakt: Andere bellende Tiere
Glauben Sie, nur Hunde bellen? Falsch! Präriehunde, Rehe, Affen, Füchse und Seelöwen tun es ebenfalls. Neu entdeckt: Piranhas bellen, um Feinde zu verscheuchen.
Schritt-für-Schritt-Training für Ruhe bei Besuchern
Beginnen Sie mit bekannten Besuchern, steigern Sie sich zu Unbekannten.
Wenn der Gast klingelt und Ihr Hund bellt, sagen Sie ruhig: „Danke, dass du es mir gesagt hast.“ Ignorieren Sie ihn sonst komplett – kein Blick, kein Wort, keine Berührung, sonst belohnt das das Bellen. Stellen Sie sich zwischen Tür und Hund.
Öffnen Sie die Tür einen Spalt und erklären Sie dem Gast Ihr Training. Bellt der Hund? Tür zu, Körper dazwischen. Kein Bellen? Spalt vergrößern. Wiederholen, bis die Tür weit offen ist und der Gast eintreten kann.
Der Gast sagt kurz „Hallo“ zum Hund, ignoriert ihn dann, bis er ruhig ist. Geben Sie Ihrem Hund sofort etwas zum Kauen oder Tragen – so kann er nicht bellen und beruhigt sich. Anleinen Sie ihn anfangs, lösen Sie die Leine, sobald er sich entspannt.
Nähert sich der Hund ruhig? Der Gast darf streicheln. Sonst: Abstand wahren, Hund entscheidet. Vermeiden Sie Spiele – das steigert Aufregung und verhindert Lernen.
Mit konsequenter Zusammenarbeit von Besitzer, Gast und Hund gelingt das Training schnell.
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