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Destruktives Kauen bei Katzen stoppen: Ursachen, Risiken und bewährte Tipps von Experten

Von John Gilpatrick

Es fällt leicht zu erkennen, ob Ihre Katze ein destruktiver Kauer ist: Zerkaute Gegenstände, die kaum wiederzuerkennen sind, oder Habseligkeiten, die wie geknotete Bleistifte aussehen? Wenn Sie das kennen, sind Sie hier richtig.

Katzen kauen aus verschiedenen Gründen an unpassenden Dingen – vom Linderung des Zahnfleischdrucks beim Zahnwechsel bis hin zu ihrem natürlichen Instinkt, mit scharfen Backenzähnen zu schneiden und zu zerreißen.

"Einige Katzen erkunden ihre Umwelt mit dem Maul", erklärt Katenna Jones, zertifizierte Katzenverhaltensberaterin aus Rhode Island. "Für sie ist Kauen pure Spielspaß."

Elise Gouge, zertifizierte Tierverhaltensberaterin und Trainerin aus Massachusetts, ergänzt: "Katzen kauen zum Vergnügen – es ist eine taktile, bereichernde Aktivität."

Wir haben diese Expertinnen gebeten, die Ursachen zu erläutern, wann es problematisch wird und wie Sie das Verhalten kontrollieren können.

Ist Kauen bei Katzen normal?

Kauen ist bei Katzen üblich, sollte aber nicht ignoriert werden.

"Ob es normal ist, hängt von der Katze, ihrer Gesundheit und Aktivität ab", sagt Gouge. "Es wird übermäßig, wenn es andere Aktivitäten stört oder selbstschädigend ist."

Schließen Sie medizinische Ursachen wie Zahnfleischentzündungen oder Magen-Darm-Probleme aus, rät Jones. "Katzen versuchen, Schmerzen zu lindern oder auf Probleme aufmerksam zu machen." Rotes Zahnfleisch deutet auf Zahnprobleme hin, übermäßiges Speicheln auf Magenbeschwerden.

Verhaltensursachen wie Langeweile, Angst oder Stress fördern destruktives Kauen, betont Dr. Jennifer Coates, Veterinärberaterin bei petMD und Autorin von Dictionary of Veterinary Terms: Vet-speak Deciphered for the Non-Veterinarian. "Ohne geistige Stimulation und Bewegung suchen Katzen eigene Ventile – oft mit unerwünschten Folgen."

Konsultieren Sie in solchen Fällen Ihren Tierarzt. Behandelt man die Ursache, lässt das Kauen meist nach.

Risiken des destruktiven Kauens bei Katzen

Katzenzähne sind scharf wie Skalpelle, im Gegensatz zu stumpferen Hundezähnen, erklärt Jones. Sie werden selten durch Kauen beschädigt.

Größere Gefahr: Was die Katze aufnimmt. "Gefahr durch Schnüre oder Chemikalien in Gegenständen", warnt Gouge. Katzen bevorzugen weiche, flauschige Objekte, die Beute imitieren; Kabel sind riskant wegen Strom.

Weitere Gefahren: Giftige Pflanzen, kleine Spielzeuge, Bänder, Lametta oder Garn. Verschluckte Teile können im Verdauungstrakt stecken bleiben und eine Operation erfordern, sagt Coates. Bei Verdacht sofort Tierarzt rufen.

Unerwünschtes Kauverhalten stoppen

Der einfachste Weg: Verlockende Gegenstände außer Reichweite bringen.

"Schnur, Garn und Zwirn wegräumen, Pflanzen mit Drahtzäunen schützen", rät Gouge.

Blocken Sie mit Möbeln Kabel oder Ecken ab, schlägt Jones vor. Alternativ: Katzen abstoßende Düfte wie Zitrone, Cayennepfeffer oder Rosmarin.

Clicker-Training lehrt, von Objekten wegzugehen – zeitintensiv, aber effektiv.

Einfacher: Mehr Bewegung und Beschäftigung bieten, inklusive kaueigneter Spielzeuge.

"Hauskatzen brauchen tägliche Energieabführ durch Pflege, Jagdspiele, Sitzstangen", empfiehlt Gouge. Katzenspielzeug, Leckerlis zum Kauen oder Katzengras sind ideale Optionen.