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Botfly-Befall bei Katzen: Symptome, Behandlung und Vorbeugung – Von Tierärztin Jennifer Coates, DVM

Von Jennifer Coates, DVM

Stellen Sie sich vor: Sie streicheln Ihre Katze und ertasten einen Knoten unter dem Fell. Bei genauerem Hinsehen entdecken Sie ein kleines Loch in der Haut – und etwas darin bewegt sich. Nach dem ersten Schreck fragen Sie sich: Was ist das? Sehr wahrscheinlich handelt es sich um einen Botfly-Befall. Als erfahrene Tierärztin erkläre ich Ihnen, was Botflies sind, wie sie Katzen betreffen und wie Sie richtig vorgehen.

Was ist eine Botfly?

Botflies (wissenschaftlich Cuterebra) sind in weiten Teilen Nordamerikas verbreitet, besonders im Nordosten der USA als Hotspot. Die adulten Fliegen, die groß und haarig wirken und Bienen ähneln, legen ihre Eier nahe an Höhlen von Wirtstieren wie Kaninchen oder Nagetieren ab. Die Eier schlüpfen, wenn ein Wirt vorbeikommt. Die Larven klettern ins Fell, dringen durch Öffnungen wie Nase, Mund oder Anus ein, wandern im Körper und bohren sich unter die Haut. Dort bilden sie ein Atmloch, reifen heran, fallen heraus und verpuppen sich zu Fliegen.

Wie bekommen Katzen Botflies?

Botflies parasitieren normalerweise spezifische Säugetiere, greifen bei Katzen aber versehentlich an. Freigänger-Katzen jagen Kleinsäuger und werden so zu unfreiwilligen Wirten. Die Larve hält die Katze für ein Kaninchen, klettert auf und durchläuft ihren Zyklus – allerdings können die resultierenden Fliegen sich dann meist nicht fortpflanzen.

Symptome eines Botfly-Befalls

Botfly-Befall tritt bei allen Katzenaltersgruppen und Geschlechtern auf, die in die Natur gelangen. In nördlichen Regionen häufig im Spätsommer und Frühherbst, da Botflies im Winter inaktiv sind; in milden Gebieten ganzjährig möglich. Das Hauptsymptom: Ein unter der Haut liegender Knoten mit kleinem Loch und austretender klarer Flüssigkeit. Katzen lecken oder kratzen oft, was zu Haarausfall und Hautreizungen führt. Selten wandern Larven in Auge, Nase, Rachen, Brust oder Gehirn – z. B. verursacht Cuterebra im Gehirn die feline ischämische Enzephalopathie mit neurologischen Symptomen.

Wie behandelt man Warbles bei Katzen?

Der knotige Warble entsteht durch die Botfly-Larve unter der Haut. Vereinbaren Sie umgehend einen Tierarzttermin: Der Profi entfernt die Larve sicher und verschreibt Nachsorge gegen Komplikationen. Mögliche Methoden:

  1. Betäubung der Katze, chirurgische Erweiterung der Öffnung und Entfernung mit Gefäßklemme oder Pinzette.
  2. Bei großer Öffnung, kleiner Larve und kooperativer Katze: Lokalanästhesie und Ziehen ohne OP.
  3. Injektion von Flüssigkeit oder Salbe ins Loch – die Larve erstickt, taucht auf und wird entfernt.

Entscheidend: Die Larve vollständig und unbeschädigt entfernen. Zerdrücken oder Reste können Infektionen oder lebensbedrohliche Anaphylaxie auslösen.

Wie verhindert man Warbles bei Katzen?

Halten Sie Ihre Katze drinnen – das ist am sichersten. Bei Freigängern: Monatliche Parasitenbehandlung mit Ivermectin (Heartgard), Fipronil (Frontline), Imidacloprid (Advantage) oder Selamectin (Revolution) könnte vorbeugen, auch wenn Studien noch ausstehen.

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