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Haustiere als Retter in der Pandemie: So lindern sie Stress, Einsamkeit und stärken die psychische Gesundheit

Haustiere als Retter in der Pandemie: So lindern sie Stress, Einsamkeit und stärken die psychische GesundheitDie Schauspielerin Sai Pallavis Schwester Pooja Kannan träumte lange von einem Haustier, doch Eltern und Schwester waren skeptisch. In der Lockdown-Zeit, als Jobs ausblieben, überzeugte sie die Familie schließlich von einem Beagle-Welpen namens Khushi. "Getreu ihrem Namen brachte Khushi pure Freude in unser Zuhause", erzählt Pooja.
Haustiere als Retter in der Pandemie: So lindern sie Stress, Einsamkeit und stärken die psychische Gesundheit"Die Stimmung zu Hause hat sich komplett verändert. Früher hing ich stundenlang am Handy, nach Khushis Ankunft legte ich es 15 Tage lang beiseite. Nun habe ich Gesellschaft, wenn Sai zu Dreharbeiten fährt – Einsamkeit ist kein Thema mehr", freut sie sich.
Sai Pallavi, die Haustiere bisher nur aus der Ferne liebte, hat Khushi ins Herz geschlossen, verrät Pooja: "Am ersten Tag kümmerte sie sich um die Fütterung. Heute liebt sie Khushi mehr als mich!"
Einsamkeit belastete in der Pandemie viele Menschen psychisch und körperlich. Studien der University of York und der University of Lincoln belegen: Haustierbesitz geht mit besserer mentaler Gesundheit und weniger Isolation einher. Wie Pooja entschieden sich zahlreiche Menschen für tierische Begleiter.
Fotograf Richard Antony, Besitzer eines Leguans (Rango) und Zwergpinschers (Charlie), adoptierte in der Lockdown-Zeit drei weitere Tiere: Katze Mathan, Nymphensittich Billy und Zwergpinscher Choco. "Charlie verstarb damals – ich war am Boden. Nun habe ich neben Rango (seit einem Jahr bei mir) auch Fische und züchte Kampffische", erklärt er.

Für viele wurden Haustiere zu echten Lebenshelfern. Unternehmerin Andrea Juliet balanciert dank ihres Lhasa Apso Cooper Arbeit und drei Kinder zu Hause. "Ohne ihn hätten wir die Monate nicht geschafft", sagt sie. "Sogar mein Mann, der Tiere ablehnte, ist nun Fan. Cooper war unser Therapeut in der Quarantäne nach Vaters Rückkehr aus dem Ausland und hält die Kinder nach Online-Unterricht bei Laune."

Haustiere als Retter in der Pandemie: So lindern sie Stress, Einsamkeit und stärken die psychische GesundheitSchauspieler Vijay Babu wurde Haustierpapa eines Nymphensittichs (Rio) und Hundes (Coco). "Sie sind unsere Top-Stresskiller und emotionale Stützen. Coco dreht sogar in unserem nächsten Film 'Valatty' mit", schwärmt er.






Haustierverkauf und Adoptionen boomen

Haustiere als Retter in der Pandemie: So lindern sie Stress, Einsamkeit und stärken die psychische Gesundheit
Tierheimmitarbeiter und Züchter melden starken Anstieg der Nachfrage nach Welpen. Ranjith VM, Vogelzüchter und Haustierfarm-Betreiber aus Kottayam: "Neben dem Bedürfnis nach Gesellschaft pushen Social Media den Trend. Preise haben sich fast verdoppelt: Ein gezähmter Nymphensittich kostet nun über 2.500 Rupien (früher 1.500 Euro), eine gute Pomeranian-Rasse 5.000–6.000 Rupien (vorher 1.500 Rupien), ein Labrador mit Top-Blutlinie über 12.000 Rupien. Importe aus anderen Staaten stocken."

Adoptionen steigen ebenfalls: Bei Oneness, einer Kochi-NGO, verdoppelte sich die Hunde-Adoption monatlich von 15 auf 35 – Katzen schwanken. Tierschützer warnen: "Haustiere aus purer Langeweile sind riskant. Es ist eine lebenslange Verpflichtung – post-pandemisch könnten Tierheime überlaufen."