Die COVID-19-Pandemie hat nicht nur Menschen, sondern auch Haustiere stark belastet. Viele Tiere wurden aufgrund weitverbreiteter Ängste ausgesetzt – entweder in Tierheimen abgegeben oder einfach auf der Straße zurückgelassen. Der Grund: Fehlinformationen, wonach Hunde und Katzen das Virus auf Menschen übertragen könnten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat jedoch wiederholt klargestellt, dass dafür keine Beweise vorliegen. Anusha Srinivasan Iyer, preisgekrönte Autorin und Regisseurin Kurzfilme sowie engagierte Tier- und Umweltaktivistin, kennt die Lage aus erster Hand. „Zunächst dachten viele aus Unwissenheit, Haustiere würden COVID-19 verursachen. Später fehlte es an Geld für Futter. Während der Pandemie haben wir mit Nahrungshilfe und Rettungsaktionen geholfen. Es war eine extrem schwierige Phase, all diese verlassenen und verängstigten Tiere zu retten“, erklärt sie.
In ihrem Pawsitive Farm Sanctuary nimmt sie ausgesetzte Tiere auf und betreut derzeit 111 Hunde und Katzen. „Tiere lieben bedingungslos. Sie vergeben, vergessen und leben in vollen Zügen. Sie sind freie Geschöpfe Gottes und erinnern uns an diese Werte. Sie können nicht für sich eintreten, wenn niemand zuhört. Was wir ihnen antun, kommt auf vielfältige Weise zu uns zurück – gut oder schlecht. Die Entscheidung liegt bei uns. Ich bin dankbar, dass ich sie aufnehmen, versorgen und vertreten kann“, betont sie.
Viele Aktivisten setzen sich nun für Vermittlungen ein, um den Tieren ein sicheres, bleibendes Zuhause zu geben. „Veränderung entsteht durch engagierte Menschen. Je mehr wir helfen, desto größer der Impact. Seien Sie in diesen unsicheren Zeiten freundlich und mitfühlend zu Ihren Haustieren“, appelliert Iyer.