
Ein 4 Meter langes Krokodil auf einer indonesischen Insel ist endlich von einem gefährlichen Motorradreifen befreit worden, der seit mindestens sechs Jahren um seinen Hals saß. Ein mutiger Einheimischer fing das Tier in einer handgefertigten Falle und entfernte die gummiartige Fessel.
Das imposante Krokodil lebt in einem Fluss nahe der Stadt Palu auf Sulawesi und war bei den Locals als „buaya kalung ban“ – „Krokodil mit Reifenkette“ – bekannt. Es wurde erstmals 2016 gesichtet. Lokale Naturschützer scheiterten zweimal an der Fängeraktion, und sogar Profi-Jäger aus Australien kehrten laut ABC News erfolglos heim.
Am 7. Februar gelang es dem 35-jährigen Einheimischen Tili, das Reptil mit einer improvisierten Falle aus Seil, Baumstamm und lebenden Hühnern sowie Enten als Köder zu fangen. Wie Reuters berichtet, verfolgte Tili das Tier drei Wochen lang und verpasste es zuvor knapp zweimal.

„Viele waren skeptisch und hielten mich für nicht ernst“, erzählte Tili Reuters. „Ich bat um Hilfe, aber alle hatten Angst.“
Nach der Landung umringten Feuerwehrleute und Dorfbewohner das gefangene Tier, schnitten den Reifen vom schuppigen Hals und ließen es anschließend in den Fluss zurück. Ein Video der dramatischen Rettung teilte RTE News auf Twitter.
Im Januar 2020 setzte eine Naturschutzgruppe eine Belohnung aus. Tili tat es jedoch nicht für Geld: „Ich ertrage es nicht, wenn Tiere leiden“, sagte er. „Sogar Schlangen helfe ich.“