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Bizarre Hinterteile von Wirbellosen: Willkommen zur #InverteButtWeek auf Twitter

Bizarre Hinterteile von Wirbellosen: Willkommen zur #InverteButtWeek auf Twitter

Manchmal bietet der Blick auf das Hinterende von Insekten, Spinnen, Krabben oder Muscheln die faszinierendste Perspektive.

Tierhintern erstrahlen in einer überwältigenden Vielfalt an Formen und Größen. Besonders die Hinterteile wirbelloser Tiere – jener ohne Rückgrat – sind vielfältig und oft verblüffend ungewöhnlich. Von Meereswürmern mit Hunderten von Hintern bis hin zu Motten mit langen, pulsierenden Kolbenanhängen: Viele Wirbellose weisen bizarre hintere Strukturen auf oder nutzen ihren Hintern auf Weise, die für uns Menschen kaum vorstellbar ist.

Kein Wunder, dass diese imposanten Unterteile Künstler und Wissenschaftskommunikatoren zur #InverteButtWeek inspiriert haben. Vom 1. bis 8. März lädt die Aktion auf Twitter zur Feier wunderbarer wirbelloser Hinterteile ein. Seien Sie gewarnt: Analkugeln, Klappen, Blasen, Sonden, Poren und Kamine sind nur der Anfang dieses Eisbergs.

Auf Twitter fluteten unzählige Bilder, Videos und Kunstwerke die Feeds. Das YouTube-Wissenschaftsprogramm SciShow getwittert über Bryozoen, simple Wassertiere mit einziehbaren Anus. Naturfotografin Jen Cross twitterte ein Foto der "langen Beute" einer amerikanischen Peleciniden-Wespe, die im Boden nach Maden sucht. Meeresbiologe Christopher Mah vom Smithsonian Museum of Natural History teilte ein Foto eines farbenfrohen Seeigels der Astropyga-Gattung, der Abfallpellets in einem durchsichtigen Beutel ausstößt.

Weitere Highlights: Bunte Spinnenhintern, pollenbestäubte Bienenhintern, schillernde, abnehmbare Hinterhaar von Zikadennymphen und sogar versteinerte Exemplare wie das lange Analrohr einer Seelilie, eines filterfressenden Meerestiers.

Karikaturistin und Autorin Rosemary Mosco, Mitinitiatorin der #InverteButtWeek, teilte einen Comic über einen Käfer, der sich als Ameisenhintern tarnt. Ein weiterer Comic mit Maureen Berg (mikrobielle Biologin) und Ainsley Seago (Kurator für Invertebrate Zoology am Carnegie Museum) feierte "die schönen Ärsche des Meeres", wie Mosco in einem Tweet schrieb.

Bizarre Hinterteile von Wirbellosen: Willkommen zur #InverteButtWeek auf Twitter

"Sich auf Wirbellosen-Hintern zu konzentrieren, ist eine freche Art, Fakten über diese faszinierenden, oft ignorierten Kreaturen zu teilen", sagte Mosco per E-Mail gegenüber WordsSideKick.com. "Wirbellose sind unendlich spannend, und Hintern sind ein wunderbares Tor zu ihrer Welt."

Die Idee entstand im Januar, wie Mitorganisator und Illustrator Franz Anthony Live Science mitteilte. Meeresbiologin Maite Aguado von der Georg-August-Universität Göttingen twitterte am 19. Januar über den Verzweigungswurm Ramisyllis kingghidorahi, beschrieben in Organisms Diversity & Evolution.

Dieser vieläste Wurm löste Debatten über die Anzahl möglicher Hinterteile aus – "von null über eins bis hin zu unzähligen", wie Anthony es formulierte. Daraus entwickelte sich ein Gruppen-Chat unter Po-Witz-Fans, der zur #InverteButtWeek führte.

"Ursprünglich planten wir alle Tierhintern, fokussierten uns dann auf Wirbellose", erklärte Anthony. "Ihre Körper unterscheiden sich so von unseren, dass selbst 'Hintern' philosophisch wird: Austrittsöffnung, umliegendes Gewebe oder einfach das Hinterende? Viele wie Muscheln haben kein klares 'Gesicht'." Anthony beleuchtete dies in seiner Grafik "What is a butt?", getwittert am 1. März.

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"Ich hoffe, der Hashtag bringt Freude in seltsame Zeiten und weckt Wertschätzung für die verborgenen Wunder der Natur", sagte Anthony.

Die Feier endet nicht: Biologe und Fotograf Klaus Stiefel getwittert am 2. März zu einer arschatmenden Seegurke: "Vor meiner Linse ist immer #InverteButtWeek."