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Tierärztliche Experten-Tipps: So halten Profis ihre Haustiere fit und gesund

Von Jessica Remitz

Wie alle Tierbesitzer sind Tierärzte verantwortlich dafür, ihren Haustieren optimale Bewegung, Ernährung und Pflege zu bieten – für ein langes, glückliches Leben. Ihr Fachwissen gibt ihnen jedoch einen klaren Vorsprung. Welche bewährten Tipps können sie mit uns teilen? Ein Blick in die Praxis erfolgreicher Tierärzte und ihrer Haustiere.

Ernährung und Bewegung

Eine ausgewogene Ernährung schützt vor Fettleibigkeit, Krankheiten und Allergien. Moderne Tierfutter unterstützen oft auch Zähne und Fell, wie Katie Grzyb, DVM und Notfallmedizinerin bei der Veterinary Emergency and Referral Group in Brooklyn, New York, betont.

Camille DeClementi, DVM und Senior Director of Medical Records bei der ASPCA, speiste ihren Greyhound von Anfang an nährstoffreich: „Von der Rennbahn kam sie extrem dünn mit trockenem Fell durch Mangelernährung. Mit richtiger Fütterung wuchs es nach – genau wie bei uns Menschen sich Nährstoffmangel an Haaren und Nägeln zeigt.“

Klären Sie Ernährungsfragen immer mit Ihrem Tierarzt und halten Sie Portionsgrößen ein, um Überfütterung zu vermeiden. Vorsicht bei Menschenfutter: Rosinen, Trauben und Zwiebeln sind giftig. Für Bewegung: Passen Sie Aktivitäten an die Vorlieben an. „Katzen motivieren Katzenminze, Spielzeug oder Treppen zum Futter“, rät Dr. DeClementi. „Bei Hunden berücksichtigen Sie Rasse und Lebensstil.“

Ihre Greyhound-Hündin braucht Laufen: „Sie muss Energie abbauen und mit Artgenossen spielen – körperlich und geistig essenziell.“ Joggen, Schwimmen, Spaziergänge oder Apport im Park halten Hunde fit.

Pflege und Mundhygiene

Tierärzte kennen die Folgen mangelnder Pflege genau, daher bürsten und schneiden sie konsequent, sagt Louise Murray, DVM, DACVIM und Vizepräsidentin der ASPCA Bergh Memorial Animal Hospital.

„Wir sehen verfilztes Fell, das Schmerzen verursacht, oder Krallen, die in Ballen wachsen – besonders bei älteren Katzen.“ Halten Sie Fell sauber und Krallen kurz; bei Langhaar öfter bürsten und baden. Erkundigen Sie sich beim Züchter oder Tierheim nach Rassenspezifika.

Regelmäßige Pflege enthüllt Hautprobleme früh, wie Flöhe bei Langhaar. „Nutzen Sie artgerechte Mittel“, warnt Dr. DeClementi.

Mundhygiene wird oft vernachlässigt: „Zahnstein führt zu Verlust, Abszessen und Kieferinfektionen“, ergänzt Dr. Grzyb. Bürsten Sie zu Hause (auch mit feuchter Gaze), prüfen lassen alle sechs Monate und nutzen Sie spezielle Produkte.

Psychische Gesundheit und Bindung

Mentale Stimulation ist entscheidend, auch für Haustiere. „Verbessern Sie ihr geistiges Leben – sie jagen in der Wildnis“, rät Dr. DeClementi. Nutzen Sie Futterpuzzles, Fontänen, interaktive Leckerlis oder Ausflüge. Immer mit Chip und Marken.

Am wichtigsten: „Liebe, Zuneigung und Zeit stärken die Lebensqualität massiv“, betont Dr. Grzyb.

Vorsorgeuntersuchungen

Tierärzte priorisieren Prävention: Impfungen, Parasitenprophylaxe, Gewichtskontrolle. „Wir kennen die Risiken aus der Praxis“, sagt Dr. Murray.

Kastration reduziert Krebs- und Infektionsrisiken. Jährliche Checks erfassen Zähne, Herz, Impfstatus. Bei Älteren: Häufiger mit Blutbildern. Spezialisten (Dermatologen, Onkologen) greifen früh ein.

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