Am 28. Mai 2020 von Jennifer Coates, DVM, auf Genauigkeit überprüft und aktualisiert
Als Haustierbesitzer kennen Sie die Lektion der 'Babysicherheit': Giftige Stoffe und Gefahren von Kindern fernhalten. Bei Tieren gilt dasselbe – lebenslang. Maßnahmen wie Reinigen oder Lufterfrischer können jedoch Risiken bergen, unabhängig davon, ob Ihr Liebling pelzig, gefiedert oder schuppig ist. Müssen Sie auf Raumsprays, Stecker, Kerzen, Öle oder Feststoffe verzichten? Nicht zwingend, aber Sicherheit geht vor. Hier zeigen wir, wie Sie vorgehen.
'Wenn wir Chemikalien in die Luft bringen, um Gerüche zu überdecken, müssen wir die negativen Folgen für Haustiere bedenken', warnt der ganzheitliche Tierarzt Dr. Patrick Mahaney aus Kalifornien.
Manche Lufterfrischer sind hochgiftig, besonders für Tiere und Kinder, die sie aufnehmen oder nicht ausweichen können.
Die gefährlichen Inhaltsstoffe in Lufterfrischern
Laut Dr. Mahaney sind flüchtige organische Verbindungen (VOCs) Hauptproblem. VOCs sind Chemikalien mit hohem Dampfdruck bei Raumtemperatur, die leicht verdampfen – genau das, was Lufterfrischer tun sollen. Doch diese Flüchtigkeit findet sich auch in Farben, Lacken, fossilen Brennstoffen, Benzol, Formaldehyd, Kältemitteln, Aerosolen, Zigarettenrauch und Reinigern. Niemand würde Farbe im Wohnzimmer versprühen, um die Luft zu 'verbessern' – Lufterfrischer sind ähnlich riskant.
VOCs können schwere Schäden verursachen. Die US-Environmental Protection Agency listet auf:
- Reizung von Augen, Nase und Rachen
- Kopfschmerzen, Koordinationsstörungen, Lethargie, Übelkeit
- Schäden an Leber, Niere und zentralem Nervensystem
- Krebsrisiko bei Tieren; bei Menschen vermutet oder bewiesen
Eine Studie im Environmental Impact Assessment Review testete Bestseller: 25 Produkte emittierten 133 VOCs (Durchschnitt 17 pro Produkt). 24 davon sind gesetzlich giftig; jedes Produkt enthielt mindestens eine. 'Grüne' Produkte waren kaum besser.
Natürliche Alternativen: Sind ätherische Öle sicher?
Ätherische Öle klingen harmlos, sind es aber nicht. Sie sind flüchtig und aus Pflanzen extrahiert, können aber giftig sein – vor allem bei Fehlanwendung.
'Ätherische Öle in Lufterfrischern sind hochgiftig, besonders für Katzen. Lagern Sie sie tierfrei', rät Tierärztin Dr. Jennifer Coates aus Fort Collins, Colorado. 'Vögel reagieren empfindlich auf Lufttoxine – besser vermeiden.'
Lesen Sie Etiketten und dosieren Sie genau. 'Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen stark besprühten Raum: Reizung in Augen und Lunge. Tiere trifft es härter', sagt Dr. Mahaney.
Anzeichen einer Vergiftung durch Lufterfrischer
Symptome treten sofort oder verzögert (Stunden/Tage) auf: Rückzug, Husten, Niesen, Ausfluss, Erbrechen, Durchfall, Lethargie, Appetitlosigkeit. Langfristig: Katzenasthma durch Lufterfrischer, Räucherstäbchen oder Reinigergerüche.
Rückstände auf Böden sind ebenso riskant – Tiere lecken Pfoten ab.
'Verhindern Sie Zugang zu besprühten Flächen', rät Dr. Mahaney.
Was tun bei Verschlucken eines Lufterfrischers?
Verschlucken ist schlimmer als Einatmen. Überwachen Sie Feststoffe/Plug-ins; entsorgen Sie im Freien, wenn Tiere Müll wühlen.
'Auswirkungen auf den Darm: Erbrechen, Durchfall. Systemische Effekte möglich', erklärt Dr. Coates. Ätherische Öle verursachen zudem neurologische Symptome wie Unruhe, Schwäche, Zittern – besonders bei Katzen.
'Faserige Stoffe reizen den Darm; Chemikalien gelangen ins Blut', sagt Dr. Mahaney.
Prüfen Sie auf der ASPCA-Giftkontrollseite Produkte. Hotline: (888) 426-4435 (ca. 65 USD). Bei Notfall: Sofort zum Tierarzt.
Von David F. Kramer