Von Dorri Olds
Ihre Kinder haben eifrig um einen Hund gebettelt, und Sie haben nachgegeben – im Vertrauen darauf, dass sie sich um das Tier kümmmern. Nun tragen Sie die ganze Last. Keine Panik: Als erfahrene Familientherapeuten und Psychologen geben wir Ihnen bewährte Strategien, um Verantwortung zu fördern.
Das Verhaltensdiagramm
Ein bewährter Ansatz für jüngere Kinder ist ein Verhaltensdiagramm. „Kinder blühen bei klaren Grenzen und Konsequenzen auf, solange es ruhig bleibt“, erklärt Therapeutin und Autorin Judith Belmont. „Ein Diagramm ist ein zuverlässiges Werkzeug.“
Weisen Sie konkrete Aufgaben zu: Montags, mittwochs und freitags nach dem Abendessen Gassi gehen; dienstags und donnerstags morgens füttern. Haken Sie Erfolge ab – bei fünf Kästchen winkt z. B. ein Kinobesuch.
Bei Widerständigkeit
Falls es nicht klappt? „Konsequenzen sind essenziell“, betont Janette Sasson Edgette, Psy.D., Autorin und Klinische Psychologin für Familienberatung. Ein Kind, das den Bus verpasst, zahlt die Extrafahrt zur Schule zurück.
Für Haustieraufgaben: Zeit für Elternbüro oder Wohltätigkeitsarbeit. Bei Älteren: Tierarztbesuch oder Einkäufe. Sasson Edgette nennt das „Folgen von Unannehmlichkeiten“ – motivierend, nicht strafend. „Das war eine schlechte Wahl. Jetzt folgt dies.“
Keine Lücken lassen
„Bei Vernachlässigung gelten dieselben Regeln wie bei Hausaufgaben“, rät Psychotherapeutin Tina B. Tessina, Ph.D. Kein Luxus wie Smartphone oder TV vor Erledigung. Nachlassen lehrt Verantwortungslosigkeit.
Positive und negative Folgen
„Kinder meiden negative Konsequenzen, wenn sie sie kennen“, sagt Belmont. Wie Regenschirm bei Regen: Wahl und direkte Wirkung fördern Verantwortung.
Bei Teenagern
„Teens wollen alles sofort – Party oder Shopping“, erklärt Sozialarbeiterin Tara Kemp. „Sagen Sie: Nach Gassi-Gehen darfst du.“ Grenzen setzen ist elterliche Pflicht.