Von Terry Kaye
Hunde halten uns fit, spenden Gesellschaft und bieten bedingungslose Liebe. Für Familien mit Kindern gibt es einen besonderen Vorteil: Laut der National Pet Owners Survey 2011-2012 der American Pet Products Association geben 58 % der Tierbesitzer an, dass Haustiere ihren Kindern Verantwortung beibringen.
Was sagen die Experten? Ja, Hunde können Kindern Verantwortung vermitteln – wenn es richtig umgesetzt wird.
Altersgerechte Aufgaben zuweisen
Ältere Kinder und Jugendliche übernehmen mehr Verantwortung als Kleinkinder, doch auch die Jüngsten können mithelfen.
Kleine Kinder können …
- den Napf des Hundes abtrocknen, nachdem Sie ihn gewaschen haben.
- sie warnen, wenn der Wassernapf nachgefüllt werden muss.
- beim Bürsten helfen. Halten Sie die Bürste gemeinsam oder nutzen Sie eine kinderfreundliche Bürste und zeigen Sie, wie man sanft bürstet.
Ältere Kinder können …
- beim Füttern helfen: Lassen Sie das Kind eine vorbereitete Portion in die Schüssel füllen. Stellen Sie die Schüssel nur ab, wenn der Hund keine Futteraggression zeigt.
- die Spielsachen des Hundes am Abend wegräumen.
- den Hund trainieren: Apportieren, Laufen oder Rollen fördert Bewegung und stärkt die Bindung.
- an einem Hundetrainingkurs teilnehmen – idealerweise einem Kurs speziell für Kinder.
- mit dem Hund Gassi gehen. Erklären Sie, wie die Leine sicher befestigt wird, und stellen Sie sicher, dass der Hund auf Kommandos hört. Vergessen Sie nicht die Kotbeutel!
Aufklären und motivieren
Denken wie ein Hund: Kinder brauchen nicht nur Anweisungen, sondern das "Warum". Erklären Sie, dass ein Hund ein lebendiges Wesen mit physischen und emotionalen Bedürfnissen ist – genau wie sie selbst. "Helfen Sie Ihrem Kind, sich mit dem Haustier zu identifizieren und die Bedeutung der Pflege zu verstehen", rät Candi Wingate, Präsidentin von Care4Hire.
Vorbild sein: Kinder machen Fehler, doch Eltern sorgen letztlich für den Hund. Nutzen Sie solche Momente lehrreich: Fragen Sie, warum die Aufgabe versäumt wurde, und besprechen Sie die Auswirkungen auf den Hund. Entwickeln Sie gemeinsam einen Plan fürs nächste Mal. "Eltern müssen vorleben und liebevoll erinnern – oft durch Vormachen", betont Cheryl Orletsky, Hundetrainerin und Gründerin von Holiday Pet Care.
Zu einem Privileg machen, nicht zur Pflicht
Vermeiden Sie Zwang: Teilen Sie anfangs Aufgaben mit dem Kind. Geben Sie positives Feedback und lassen Sie Spielzeit folgen. Lassen Sie das Kind wählen – Füttern, Gassi gehen, Pflegen oder Bewegen. So entsteht echtes Eigeninteresse.
Zeigen Sie Erfolge: Ein gesunder Hund mit glänzendem Fell oder neuen Tricks motiviert. Feiern Sie Erfolge, erklären Sie Konsequenzen – aber nie als Strafe. Pflege sollte Freude für Kind und Hund sein.
Hunde und Kinder: Lebenslange Verantwortung lernen
Die Betreuung eines Hundes lehrt Abhängigkeit, Empathie und Respekt vor dem Leben. Sie fördert Engagement, Beständigkeit und Selbstvertrauen. Ihre Unterstützung plus die Freude des Hundes schafft bleibendes Selbstwertgefühl.