Von Cheryl Lock
Ihrem Kind einen Welpen zu schenken, den es aufwachsen sieht, ist eine wunderbare Idee. Die beiden werden beste Freunde, und die Pflege des Hundes lehrt das Kind wertvolle Lektionen wie Verantwortung und Geduld.
Bei der Anschaffung eines Hundes für Kleinkinder gibt es viel zu bedenken. Jedes Kind reift unterschiedlich, doch grobe Richtwerte helfen, abzuschätzen, wann es für bestimmte Aufgaben bereit ist. Kay Cox, bekannt als The Pet Counselor, ist erfahrene Tierpsychologin und -trainerin. "Ich bringe seit Jahren Kindern und Tieren bei, sicher miteinander umzugehen", erklärt sie.
Wir haben Cox gebeten, die typischen Verantwortlichkeiten eines Hundebesitzers altersgerecht aufzuschlüsseln. Beachten Sie: Selbst gut trainierte Hunde können unerwartet reagieren. Ein Erwachsener muss immer beaufsichtigen, wenn kleine Kinder mit Hunden zusammen sind.
Babys: Ein Baby übernimmt keine Pflege, doch der Hund braucht Integration in die neue Familiensituation. Cox empfiehlt einen fünfstufigen Prozess:
1. Simulieren Sie vor der Geburt die "Babyzeit", damit der Hund sich nicht verdrängt fühlt.
2. Stellen Sie Hund und Baby ruhig und besonnen einander vor – Aufregung kann zu Feindseligkeit führen.
3. Loben Sie positive Reaktionen reichlich.
4. Verbringen Sie weiterhin Qualitätszeit mit Ihrem Hund, Ihrem "Pelzkind".
5. Bei Besuchern: Belohnen Sie den Hund mit Leckerlis an der Tür, damit er sich eingebunden fühlt.
Kleinkinder: Kleinkinder haben wenig Körperkontrolle, daher müssen Sie ihre Bewegungen lenken, um Sanftheit zu gewährleisten. Trainieren Sie den Hund, dass Kinder in Futter- und Wassernäpfe oder Spielzeug greifen dürfen. "Kinder sind neugierig – halten Sie sie nicht fern, sondern bereiten Sie den Hund vor", rät Cox. Verwenden Sie Kommandos wie "sanft". Niemals unbeaufsichtigt lassen!
3- bis 6-Jährige: Mit 3 Jahren und konsequentem Training haben Kind und Hund oft eine starke Bindung. Kinder können nun beim Füttern, Gießen, Bürsten und Spielen helfen – immer unter Aufsicht. Sie erinnern sich nicht täglich daran, doch das fördert Verantwortungsbewusstsein frühzeitig.
Ab 6 Jahren passen Hundeaufgaben zu ersten Hausarbeiten: Leckerlis verteilen, eine Mahlzeit füttern, Näpfe reinigen. "Machen Sie es positiv – Kind und Hund werden es lieben", sagt Cox.
Die anfängliche Mühe lohnt sich: Die enge Beziehung zwischen Kind und Hund bereichert beide langfristig.