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Sonnenbrand bei Hunden: Risiken, Symptome und zuverlässiger Schutz von Tierärzten

Überprüft und aktualisiert am 1. Juni 2020 von Dr. Jennifer Coates, DVM

Ob am Strand, beim Ballspiel oder einfach auf einem Spaziergang – im Sommer schützen wir uns mit Sonnencreme vor schädlicher UV-Strahlung. Aber wie steht es um unsere Hunde? Neben Schatten und frischem Wasser sollte Sonnenschutz fester Bestandteil Ihrer Routine bei warmem Wetter sein.

Sollten Sie sich um Sonnenbrand bei Ihrem Hund sorgen?

Genau wie bei uns Menschen kann intensive Sonneneinstrahlung bei Hunden Verbrennungen verursachen, vor allem an haararmen Stellen. Millie Rosales, DVM, DACVD von Miami Veterinary Dermatology, erklärt: Ein sonnenverbrannter Hund zeigt rote, entzündete, schmerzhafte Haut. Häufig treten Haarausfall und Schuppung auf.

Brauchen Hunde Sonnencreme?

Ja, absolut. „Besonders Hunde mit heller Haut und weißem Fell profitieren von Sonnencreme“, betont Richard Goldstein, DVM und Chief Medical Officer am Animal Medical Center in New York City. „Ihre Haut ist ebenso anfällig für Sonnenbrand und Hautkrebs wie unsere.“

Dr. Rosales nennt hautkrebsauslösende Typen durch Sonne:

  • Plattenepithelkarzinom
  • Bösartige Melanome
  • Hämangiome
  • Hämangiosarkome

Bei Aufenthalten zwischen 10 und 16 Uhr empfehlen die Expertinnen, Sonnencreme auf empfindliche Zonen wie Nase, Lippen, Ohrspitzen, Leiste und Bauch mehrmals aufzutragen. Nach dem Schwimmen sofort nachcremen, rät Dr. Goldstein.

Welcher Sonnenschutz ist ideal für Hunde?

Am besten eignen sich Produkte speziell für Hunde, wie Dr. Rosales betont. Sie sind sicher und wirksam. Fehlt ein Hundeprodukt, greifen Sie zu breitspektrum-Baby-Sonnencreme mit LSF 15+.

Haustierfreundlich wählen

Ausgezeichnet wichtig: Lesen Sie Etiketten genau! Hunde lecken oft ihre Haut – viele Inhaltsstoffe sind giftig.

„Wählen Sie parfümfreie Varianten ohne Zinkoxid“, warnt Dr. Rosales. „Das kann hämolytische Anämie auslösen.“ Titandioxid gilt als sicherer; bei Unsicherheit fragen Sie Ihren Tierarzt. Bräunungsöle oder -lotionen sind tabu.

So cremen Sie richtig

„Testen Sie zuerst an einer kleinen Stelle auf Reaktionen“, rät Dr. Rosales. „Im Gesicht vermeiden Sie die Augen. Lassen Sie die Creme einziehen und beobachten Sie, ob Ihr Hund leckt.“

Welche Rassen sind gefährdet?

„Weiße, kurzhaarige Hunde wie Bullterrier, Pitbulls, Dalmatians, Französische Bulldoggen, Greyhounds und Boxer sind anfälliger als solche mit dunkler Haut und dichtem Fell“, erklärt Dr. Goldstein. Dennoch: Jeder Hund profitiert im Sommer von Schutz.

Weitere Schutzmaßnahmen gegen Hitze und Sonne

UV-Schutzkleidung, -hüte oder -shirts sowie Hundesonnenbrillen schützen zusätzlich. Brillen sind essenziell bei Pannus, einer Augenkrankheit.

Tipps gegen Sonne und Hitzschlag

Sonnencreme allein reicht nicht. Hunde riskieren Hitzschlag – sorgen Sie für Wasser und Schatten. „Sonnenschutz ersetzt keine Vorsicht“, mahnt Dr. Rosales. „Halten Sie Ihren Hund von 10 bis 16 Uhr drinnen – das ist der beste Schutz.“

Bild: Lazyllama über Shutterstock