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Sturzverletzungen durch Haustiere: Häufigkeit, Ursachen und effektive Prävention

Haustiere bereichern unser Leben, fördern Gesundheit und Wohlbefinden. Doch sie können unbeabsichtigt Stolper- und Sturzverletzungen verursachen, die einen Notaufnahmebesuch nach sich ziehen.

Stürze durch Haustiere sind häufiger als viele denken. Mit Bewusstsein für Risiken und gezielten Maßnahmen lassen sich solche Unfälle vermeiden.

Häufigkeit von Sturzverletzungen durch Haustiere

Eine Studie des National Center for Injury Prevention and Control der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) aus dem Jahr 2010 zeigt: Sturzverletzungen durch Haustiere sind weit verbreitet.

Von 2001 bis 2006 gab es in den USA jährlich schätzungsweise 86.629 Sturzverletzungen im Zusammenhang mit Katzen und Hunden. Hunde verursachten dabei 7,5-mal so viele Verletzungen wie Katzen.

Am häufigsten waren Brüche, Prellungen und Abschürfungen, vor allem an den Extremitäten.

Laut CDC waren die Raten bei über 75-Jährigen am höchsten, doch Haustiere bergen Sturzrisiken für alle Altersgruppen.

Jenn Fiendish, Veterinär-Verhaltenstechnikerin und Leiterin von Happy Power Behaviour and Training in Portland, Oregon, bestätigt: "Es ist nicht ungewöhnlich, dass Besitzer über Hunde stolpern oder stürzen." Ursachen sind oft Heranspringen an Tiere, Aufspringen oder Ziehen an der Leine.

Stürze zu Hause

Zu Hause lauern Risiken überall. Beim Kochen könnte ein Welpe direkt hinter Ihnen warten, sodass Sie beim Umdrehen stolpern, warnt Melissa Winkle, Ergotherapeutin und Präsidentin von Dogwood Therapy Services in Albuquerque, New Mexico, die mit behinderten Menschen arbeitet.

Oder nach einem langen Tag springt ein aufgeregter Hund um Ihre Beine, während Sie Einkäufe tragen.

Winkle warnt vor springenden Hunden: "Familien erlauben Welpen zu springen, was später bei ausgewachsenen Hunden gefährlich wird – oft durch fehlendes Training."

Stürze im Freien

Einziehbare Leinen sind ein häufiges Problem, sagt Winkle: "Der Hund rennt los und zieht den Besitzer um." Abrupte Richtungswechsel oder Verfangen verstärken das Risiko.

Sie empfiehlt feste Leinen von 1,2 bis 1,8 m und Achtsamkeit für die Umgebung.

In Hundeparks passieren viele Stürze: "Besitzer sind abgelenkt, Hunde rennen unvorhersehbar. Aufsicht ist entscheidend."

Gehorsamstraining als Schutz

Der CDC-Bericht hebt Gehorsamstraining hervor. Lockere Leine und Fersenhaltung reduzieren Stolprisiken, erklärt Fiendish.

Bei Problemen wie Leinenreaktivität professionelle Trainer einbeziehen.

Dies gilt auch für Katzen und kleine Hunde. Eine Halsbandglocke warnt vor ihrer Nähe.

Winkle empfiehlt Umgebungskontrollen wie das extra breite Carlson Pet Products Hundegitter: "Es schützt Mensch und Tier mit flachem Einstieg und hoher Absicherung."

"Gemeinsames Training, Beobachtung und Umweltmanagement verhindern viele Stürze", betont Winkle. Passen Sie die Wahl des Haustiers an Ihren Lebensstil an, rät Fiendish.

Stürze durch Hunde oder Katzen betreffen alle Altersgruppen. Risikobewusstsein, Training und Prävention minimieren sie effektiv.

Von: Paula Fitzsimmons