DeuAq.com >> Leben >  >> Tiere & Insekten

Pedialyte für Hunde: Ist es sicher? Rat von Tierärztin Dr. Monica Tarantino

Pedialyte ist eine bewährte Elektrolytlösung für Kinder und Erwachsene bei leichtem Durchfall oder Dehydrierung. Sie gleicht Elektrolyte aus und füllt sie auf, sodass sich Betroffene rasch besser fühlen.

Wenn Ihr Hund ähnliche Symptome zeigt, dürfen Sie ihm Pedialyte geben? Ist es sicher oder sogar hilfreich für Hunde?

Als Tierärztin mit langjähriger Praxis erkläre ich, was Sie über die Gabe von Pedialyte an Hunde wissen müssen.

Können Hunde Pedialyte haben?

Die kurze Antwort: Pedialyte ist in kleinen Mengen für die meisten Hunde wahrscheinlich unbedenklich, doch es gibt triftige Gründe, es zu vermeiden. Rufen Sie zuerst Ihren Tierarzt an.

Wichtig: Es fehlen wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit bei Hunden. Pedialyte ist nicht nachweislich besser als normales Wasser bei leichter Dehydrierung.

Die Risiken überwiegen – Sie könnten Ihrem Hund damit schaden.

Risiken der Verabreichung von Pedialyte an Hunde

Rufen Sie besser Ihren Tierarzt, statt zu Hause mit Pedialyte zu experimentieren.

Kranke und dehydrierte Hunde brauchen tierärztliche Hilfe – kein Pedialyte

Ist Dehydrierung so stark, dass mehr als Wasser nötig ist, suchen Sie einen Tierarzt auf.

Bei schwerem Elektrolytungleichgewicht hydriert und stabilisiert der Tierarzt Ihren Hund sicher und effektiv – weit besser als Pedialyte zu Hause.

Er findet zudem die Ursache der Dehydrierung, die oft ernsthafte Behandlung erfordert. Bei solcher Sorge: Sofort Tierarzt kontaktieren.

Pedialyte kann Erbrechen bei Hunden verschlimmern

Hausmittel verzögern oft professionelle Hilfe und verschlechtern das Ergebnis. Bei erbrechenden Hunden kann Pedialyte Dehydrierung und Ungleichgewicht sogar verstärken.

Bei Erbrechen und Durchfall: Tierarzt anrufen. Häufig raten sie zu 8-12 Stunden Nahrungsenthaltung und Beobachtung.

Tritt Erbrechen oder Lethargie auf, sofort hin. Ohne Symptome: Langsam Schonkost einführen. Das ist effektiver als Pedialyte.

Pedialyte ist für Menschen formuliert – nicht für Hunde

Pedialyte passt nicht zum Elektrolytprofil von Hunden. Es enthält oft zu viel Natrium und Zucker.

Hohes Natrium schadet Hunden. Zucker ist riskant bei Diabetes oder elektrolytempfindlichen Erkrankungen.

Bei Erbrechen, Dehydrierung, Diabetes, Herz- oder Nierenerkrankungen: Pedialyte strikt vermeiden. Ohne Ursachenkenntnis ist der Nutzen ungewiss.

Kann Pedialyte Hunden je gegeben werden?

Manchmal nutzten Tierheime Pedialyte bei stabilen Parvovirus-Welpen in ambulanter Pflege – nach tierärztlicher Abklärung.

Es "heilt" nicht, sondern unterstützt nur. Meist kombiniert mit Infusionen, Antiemetika und Antibiotika.

Fazit: Rufen Sie den Tierarzt – nicht Pedialyte greifen

Bei kranken Hunden: Tierarzt konsultieren, nicht selbst Pedialyte testen. Er bewertet und behandelt optimal.

Zögern Sie nicht wegen zu Hause vorrätigem Pedialyte – das kann schaden und Behandlungen verzögern.

Ist Ihr Hund so krank, dass Pedialyte in Betracht kommt, braucht er dringend tierärztliche Hilfe.

Von: Dr. Monica Tarantino, DVM