von Jill Fanslau
Diese leeren Kartons gelten für Sie vielleicht als Müll, doch Ihre Katze kann nicht genug davon bekommen. Was steckt hinter der Faszination von Katzen für Pappburgen?
Es gibt mehrere Gründe, warum Katzen Boxen lieben – der wichtigste ist Sicherheit, erklärt Marilyn Krieger, zertifizierte Katzenverhaltensberaterin und Inhaberin von TheCatCoach.com.
„Alle Tiere haben unterschiedliche Bewältigungsmechanismen“, sagt sie. „Katzen suchen bei Stress geschlossene Räume, in denen sie beobachten, ohne selbst gesehen zu werden.“
Eine kürzlich in der Zeitschrift Applied Animal Behaviour Science veröffentlichte Studie bestätigt dies: Tierheimkatzen mit Boxen erholten sich schneller von Stress und passten sich rascher an als solche ohne. Die Forscher teilten die Katzen zufällig ein – und die mit Boxen zeigten nach wenigen Tagen deutliche Fortschritte.
Bei neuen Katzen, Umzügen oder Alleinlassen empfiehlt Krieger daher, Kisten bereitzustellen: „Sie bieten sofortige, kontrollierte Verstecke, in denen sich Katzen sicher und ruhig fühlen.“
Ein weiterer Faktor: Wärme. Katzen haben eine Körpertemperatur von 38–39 °C (100,5–102,5 °F) und fühlen sich bei 30–36 °C (86–97 °F) wohl – im Gegensatz zu unseren 22 °C (72 °F) warmen Häusern. Kartons isolieren und spenden Wärme.
Die optimale Box-Setup: Etwa 60 cm von der Wand entfernt platzieren, Öffnung nach vorne. Mit Leckerlis, Handtuch oder einem mit Ihrem Duft imprägnierten Shirt bestücken – ideal bei Trennungsangst.
Sicherheit geht vor, betont Krieger: Entfernen Sie Heftklammern, Klebeband und Griffe vor der Nutzung.
Bild: Wolfgang Lonien über Flickr