Von Elizabeth Xu
Sie streicheln Ihre Katze gerne – aber genießt sie es wirklich? Jede Katze ist einzigartig, doch es gibt klare Signale und Lieblingsstellen, die Experten empfehlen. Ob bei Ihrer eigenen Katze oder einem zufälligen Kätzchen: Diese Tipps sorgen für positive Erlebnisse, gestützt auf jahrelange Praxis von Katzenverhaltensexpertin Pam Johnson-Bennett und Anthrozoologe Brian Ogle.
So streicheln Sie Katzen richtig
Der Einstieg ist entscheidend: Melden Sie sich an, bevor Sie loslegen. Auch bei bekannten Katzen Ihre Finger zur Beschnüffelung hinhalten, rät Pam Johnson-Bennett, Inhaberin von Cat Behavior Associates. Die Katze übernimmt dann: Sie reibt den Kopf an oder miaut zur Einladung.
Streicheln Sie immer mit dem Fellwuchs, sanft und streichend – nicht tätschelnd. Vermeiden Sie, die Sicht der Katze zu blockieren, da Berührungen übers Gesicht bedrohlich wirken können, erklärt die Expertin. So fühlt sich Ihre Hand für die Katze natürlich an.
Die Top-Stellen zum Streicheln
Katzenstreicheln ist keine Selbstverständlichkeit – besonders für Kinder, die beaufsichtigt werden sollten. Gute Gewohnheiten verhindern Konflikte. Typische Favoriten nach Johnson-Bennett: Hinterkopf, unter dem Kinn und lange Streicheln vom Rücken zum Schwanzansatz (nicht bei allen Katzen willkommen). Testen Sie kurz und beobachten Sie die Reaktion.
Wo Sie Katzen nicht streicheln sollten
Regelmäßige Katzenkontakte erfordern Wissen um No-Gos. Der Bauch ist meist tabu, außer bei engen Vertrauten. Zu langes Streicheln kann überstimulieren: Achten Sie auf den Schwanz – je wilder die Bewegung, desto früher stoppen, warnt Brian Ogle, Dozent für Anthrozoologie am Beacon College.
Subtile Signale wie erlahmendes Schnurren, Wegdrehen oder Ohrendrehe sind Warnungen. Johnson-Bennett rät: Zwingen Sie nie – respektieren Sie den Wunsch nach Abstand.
Weitere Profi-Tipps zum Katzenstreicheln
Geduld ist Schlüssel: Bei neuen Katzen abwarten, bis sie kommt. "Berührung durch Fremde ängstigt oft", sagt Ogle. Lassen Sie sie den ersten Schritt tun.
Eis brechen: Spielen mit ihrem Toy schafft Vertrauen.
Aufmerksam bleiben: Kein automatisches Streicheln – beobachten Sie stets, ob es guttut, betont Johnson-Bennett.
Mit etwas Übung lernen Sie die Vorlieben Ihrer Katze kennen. Nächstes Mal kommt sie vielleicht zu Ihnen.